Haushalt Gemeinderat Langenau verabschiedet Haushalt 2016

Langenau / STEFAN BENTELE 22.02.2016
Der Langenauer Gemeinderat hat den städtischen Haushalt 2016 beschlossen. Im überarbeiteten Entwurf wurden einige Projekte vorgezogen.

Die Änderungen im Verwaltungshaushalt und einige Verschiebungen im Vermögenshaushalt waren überschaubar, die die Langenauer Kämmerin Heike Lessner noch in den Haushaltsplan 2016 hat einarbeiten müssen.

Demnach geht die Stadt 2017 in der Finanzplanung von einem Kreditvolumen von 6,4 MillionEuro statt von 7,5 Millionen Euro aus, weil der Ausschuss etwa Arbeiten an der Grundschule Albeck vorgezogen hat. Auch der bald abgeschlossene Kindergartenumbau in Albeck fällt aus der Finanzplanung für 2017 und schmälert die künftige Belastung.

Und obwohl der Gemeinderat Langenau den städtischen Haushalt 2016 und den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Wasserversorgung in der Sitzung einstimmig beschloss, hatten zuvor einige Stadträte die eine oder andere Änderung abgelehnt, die der Ausschuss nicht entscheiden wollte. So stimmten zum Beispiel mehrere SPD-Räte und Klaus Meisen (CDU) gegen den Antrag der Freien Wähler, künftig 8500 Euro Sitzungsgeld für Fraktionssitzungen einzuplanen. Drei CDU-Räte lehnten zudem den GUL-Antrag ab, fünf elektronische Geschwindigkeitsanzeigen für 20.000 Euro zu kaufen. Die Arbeiten an der Grundschule Albeck für 125.000 Euro gingen dagegen einstimmig durch. "Prima, herzlichen Dank", sagte Wolfgang Mangold zur Verabschiedung seines 32. Haushalts, der letzte für ihn als Bürgermeister.

"Dieser Haushalt ist solide und für Langenau maßgerecht aufgestellt", sagte Leo Kraus von der FWG in seiner Haushaltsrede. Großes Lob übte Kraus an Heike Lessner, "unserer Perle in der Kämmerei". Sie habe das Werk nachvollziehbar und äußerst kompetent erläutert. Und er griff sogar die Personalwechsel in der Verwaltung auf - und dichtete unter Lachern und Beifall:

"Da sich auch sonst in der Verwaltung was getan hat / Frau Rieck, Frau Kraus und Frau Lessner stehn allzeit parat / Können die alten Recken/ nun ihre müden Glieder bald strecken/ so gehen nach Ott, bald Mangold und Frowein/ und auch bei Roland Strähle wird es vielleicht schon bald soweit sein."

Mangold, sichtlich vergnügt, ließ das Werk unkommentiert, "auch wenn es einiges zu sagen gäbe". Ernstere Töne schlug Helga Mack (CDU) in ihrer Rede an. Investitionen in Bildung und Erziehung und die Finanzierung der Flüchtlingsunterbringung seien künftige Herausforderungen.

Wolfgang Faul von der SPD stellte in einer ausführlichen Rede fest, dass "es uns wirklich gut geht und wir seit vielen Jahren auf hohem Niveau arbeiten". Roland Riedlinger (GUL) bemerkte abschließend zu einem "soliden und ausgeglichenen Haushalt", dass Betreuung und Integration der Flüchtlinge nicht gelingen könnten, ohne weiteres Personal einzustellen.

Haushalt in Zahlen

Gesamtvolumen: 54,73 Millionen Euro (Vorjahr 53,14 Millionen Euro)

Verwaltungshaushalt: 42,24 Mio. Euro (39,14 Mio.)

Vermögenshaushalt: 12,48 Mio. Euro (13,99 Mio.)

Zuführungsrate: 4,02 Mio. Euro (2,84 Mio.)

Schulden: 12,32 Mio. Euro (8,80 Mio.)

Steuereinnahmen und Zuweisungen: 22,30 Mio. Euro (20,15 Mio.)

Rücklage: 996.00 Euro (1,60 Mio.)

Einwohner: 15.026 (14.560)