Infrastruktur Geld für schnelles Internet

Landrat Heiner Scheffold (links) überreicht die Förderbescheide an Bürgermeister Jörg Seibold.
Landrat Heiner Scheffold (links) überreicht die Förderbescheide an Bürgermeister Jörg Seibold. © Foto: Landratsamt Alb-Donau
Blaubeuren / Thomas Steibadler 13.04.2018
Blaubeuren baut das Breitbandnetz mit Hilfe eines Zuschusses vom Land aus.

Das Geld aus Stuttgart hat etwas auf sich warten lassen, aber jetzt sind die Förderbescheide für den Breitbandausbau in Blaubeuren da. Gestern hat Landrat Heiner Scheffold im Auftrag des Innenministeriums die Förderzusagen an Bürgermeister Jörg Seibold überreicht. Die insgesamt 844 000 Euro sind zum einen für den Neubau von Backbone-Trassen, überörtlichen Glasfaserverbindungen, bestimmt: gut 730.000 Euro. Zum anderen – 110.000 Euro – für die Pacht zur Mitbenutzung vorhandener Glasfaserleitungen und Leerrohre.

Nun, da die Landesförderung sicher ist, werde die Stadt die Arbeiten so rasch wie möglich ausschreiben, kündigte Seibold an. In diesem und im nächsten Jahr sollen die Teilorte auf dem Hochsträß, Pappelau und Beiningen, ebenso ans Breitbandnetz für schnelles Internet angebunden werden wie Erstetten, Seißen einschließlich des Gewerbegebiets, Wennenden und Hessenhöfe. Die Arbeiten sollen in diesem und im nächsten Jahr ausgeführt werden, die Kommune hat dafür insgesamt zwei Millionen Euro veranschlagt. Die Landesförderung beträgt voraussichtlich also knapp 50 Prozent. Nach einem Gespräch mit Tiefbau-Unternehmen ist Landrat Scheffold zuversichtlich, dass diese über genügend Kapazitäten verfügen und bereit sind, die Arbeiten „zu sehr fairen Preisen“ auszuführen.

Im Alb-Donau-Kreis ist der Breitband-Ausbau dem Landrat zufolge in vollem Gange. Seit August 2015 seien bis jetzt 1126 kommunale Projekte mit einem Gesamtvolumen von 50,5 Millionen Euro angestoßen worden. Die Landesförderung summiert sich dem Landratsamt zufolge auf etwa 20 Millionen Euro. Weitere 16,9 Millionen Euro seien beantragt. Allein das Backbone-Netz, das überörtliche Rückgrat der Breitbandversorgung, ist auf 30 Millionen Euro veranschlagt. 90 von insgesamt 480 Kilometer sind bislang realisiert. Am Donnerstag findet in Illerkirchberg der Spatenstich für einen weiteren Abschnitt statt. In zwei Jahren soll das Backbone in Betrieb gehen.

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