Langenau Gefahrgut-Einsatz auf der A 8

Polizei und Feuerwehrleute aus Langenau, Ober- und Unterelchingen sowie Weißenhorn sicherten den Sattelauflieger mit Gefahrgutfässern. Foto: Ralf Zwiebler
Polizei und Feuerwehrleute aus Langenau, Ober- und Unterelchingen sowie Weißenhorn sicherten den Sattelauflieger mit Gefahrgutfässern. Foto: Ralf Zwiebler
Langenau / PETRA LAIBLE 03.03.2012
Ein polnischer Gefahrgut-Transporter musste in der Nacht zum Freitag auf der A 8 bei Langenau gestoppt werden. Ein Fass war leck geschlagen. Die Feuerwehr war mit 60 Mann im Einsatz, verletzt wurde niemand.

Der Aufmerksamkeit eines Autofahrers ist es zu verdanken, dass ein Gefahrgut-Unfall in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf der A 8 kurz vor dem Autobahnkreuz Ulm/Elchingen keine schlimmen Folgen hatte. Ein Sattelzug mit polnischer Zulassung war gegen 22 Uhr aus Richtung Augsburg gekommen. Einem nachfolgenden Autofahrer fiel auf, dass aus dem Auflieger eine Flüssigkeit tropfte, er alarmierte die Polizei.

Kurz vor dem Elchinger Kreuz konnten Beamte der Autobahnpolizei Günzburg den Sattelzug anhalten. Der 35-jährige polnische Fahrer und sein Beifahrer hatten nichts von Ladungsproblemen bemerkt, teilt die Autobahnpolizei mit. Aufgrund der Ladungspapiere stand fest, dass der Auflieger mit Gefahrgutfässern beladen war. Da es aus dem Laderaum nach einer chemischen Substanz roch und der Boden feucht erschien, wurden die Feuerwehren aus Langenau, Ober- und Unterelchingen und Weißenhorn alarmiert. Im Einsatz waren 60 Feuerwehrmänner, Polizei, Autobahnmeisterei und Rettungsdienst.

Die Feuerwehrleute durchsuchten den Auflieger mit Atemschutzgerät und fanden schnell das leicht eingedrückte und leck geschlagene 200-Liter-Gefahrgut-Fass. Bei dem Inhalt handelte es sich um einen entzündbaren flüssigen Stoff aus der Gruppe der "Silane". Silane werden zum Beispiel für Farben, Lacke und Kunststoffe verwendet. Der Bereich um den Sattelzug und eine Fahrspur der A 8 wurden vorsorglich gesperrt. Der Feuerwehr gelang es, das Gefahrgut-Fass abzudichten und in eine Bergeverpackung umzuladen. Während der Fahrt des Sattelzugs auf der A 8 sei keine gefährdende Situation entstanden, sagte Dienststellenleiter Werner Schedel. Die Flüssigkeit sei nur in geringen Mengen ausgetreten. Die Ladefläche des Sattelzugs wurde gereinigt, danach konnten die beiden ihre Fahrt fortsetzen. Unter welchen Umständen das auf einer Transportpalette stehende Fass eingedrückt worden ist, muss noch ermittelt werden. Möglicherweise wurde es beim Verladen in der Nähe von München beschädigt. Am Freitag gegen 3 Uhr früh war der Einsatz beendet, verletzt wurde niemand.

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