Mit der geplanten Erweiterung ihres Werks in Niederstotzingen um 2200 Quadratmeter Fläche will die Gardena Manufacturing GmbH ihre Produktion neu strukturieren, sagte Heribert Wettels, Pressesprecher von Husqvarna, zu dem die Gardena Manufacturing gehört. Zwar entstehen durch die Erweiterung keine zusätzlichen Arbeitsplätze in Niederstotzingen - derzeit sind dort 240 Mitarbeiter beschäftigt -, dennoch sieht der Niederstotzinger Bürgermeister Gerhard Kieninger das Vorhaben des schwedischen Konzerns als "positives Zeichen für die Standort-Sicherung des Betriebs" und als wichtigen Schritt, die Arbeitsplätze zu erhalten. Das sagte Kieninger in der Gemeinderatssitzung am Dienstag, wo über das Ansinnen von Gardena beraten wurde. Auch die Räte begrüßten die geplante Betriebserweiterung und erteilten "das gemeindliche Einvernehmen".

Nach Angaben von Husqvarna-Sprecher Wettels werden 1600 der 2200 Quadratmeter für die Produktion benötigt. Gardena Manufacturing stellt in Niederstotzingen auf bislang 25 000 Quadratmetern unter anderem Garten- und Ast-Scheren sowie Metallteile für andere Gartengeräte her. Allerdings werde die Produktion nicht ausgebaut. Es gehe vielmehr darum, die Prozesse effizienter zu gestalten und neue Methoden einzusetzen, sagte Wettels. Dafür benötige man Platz. Husqvarna setze dieses neue Konzept weltweit in seinen Werken um.

Die restlichen 600 Quadratmeter Fläche werden für einen Neubau des Warenein- und ausgangs benötigt. "Unser Werk befindet sich in der Bahnhofstraße, der Niederstotzinger Bahnhof liegt gegenüber, daher laufen dort viele Passanten vorbei. Mit den an- und abfahrenden Lastwagen ist diese Situation nicht optimal", sagte Wettels. Gardena Manufacturing verlagere diesen Bereich daher auf die Rückseite des Werks. Liegen alle Genehmigungen rechtzeitig vor, will Gardena im Herbst mit den Bauarbeiten beginnen.

Der Gartengeräte-Hersteller Gardena, der seit 2007 zur schwedischen Husqvarna-Gruppe gehört, hat in der Region nach Wettels Angaben drei Produktionsstandorte: in Ulm, Niederstotzingen und Heuchlingen, zudem gibt es in Laichingen einen Logistik-Standort.