Blaubeuren Biss-Fest: Neue Eindrücke für den Gaumen

Mal was Neues zum Essen ausprobieren konnten die Besucher des Biss-Festes in Blaubeuren. Allein das Wetter hätte besser sein können. 
Mal was Neues zum Essen ausprobieren konnten die Besucher des Biss-Festes in Blaubeuren. Allein das Wetter hätte besser sein können.  © Foto: Margot Autenrieth-Kronenthaler
Blaubeuren / Margot Autenrieth-Kronenthaler 25.07.2018
Rote, Pommes und Steak? Weit gefehlt – beim ersten Blaubeurer Biss-Fest gab es nicht die üblichen Festles-Speisen.

Auch dank der dazu gebotenen Musik ganz unterschiedlicher Stilrichtungen kam das Fest richtig gut an. Sechzehn Foodtrucks und Essensstände hatten sich aufgereiht und boten ungewohnte, teils exotische Speisen und neue Gaumenerlebnisse an.

Der Schulhof vor der Grundschule war abgeschirmt, dahinter befand sich die Event-Zone mit den rundum platzierten Ständen samt Getränkebar und Showbühne. An Bierbänken und Stehtischen konnten die vielen, vielen Besucher ihre Köstlichkeiten genießen.

Regen am Samstag

Nur das Wetter wollte nicht so richtig mitspielen, am Samstag regnete es ohne Unterlass. Das Publikum war vom Alter her gemischt. Besonders bei der jungen Generation kamen die Burger bestens an – ob mit Wild, Fisch oder Pulled-Pork.

Mancher versuchte sich an den mexikanischen Quesadillas, gefüllte Käsefladen, andere kosteten indonesische Gerichte mit Fleisch und Reis. Ein Truck bot Speisen aus Kartoffeln an, etwa Kartoffelpeitschen. Der frittierte Kartoffelteig wird dabei mit süßem oder salzigem Dipp serviert. Auch Empanadas, gefüllte Teigtaschen aus Südamerika, wurden mit verschiedenen Füllungen angeboten. Mulmig werden konnte es einem angesichts des Keltenschwerts. Der lange Holzspieß mit Fleischbrocken war für die Esser eine echte Herausforderung. Denn die Fleischstücke gingen nicht unbedingt einfach vom Spieß. Auch süße Speisen gab es zuhauf, ob Waffeln, Frozen Joghurt oder Schokofrüchte, die Auswahl war groß.

Hanne Gezork und Hossein Zareic waren aus Ulm für einen Besuch des Urgeschichtlichen Museums nach Blaubeuren gekommen. Der Besuch des Biss-Festes bot sich im Anschluss geradezu an. „Es schmeckt hervorragend, die Bedienung war nett und freundlich, und die Atmosphäre hier in Blaubeuren ist schön. Uns gefällt es“, sagte Gezork. Sie hatte eine Pommes-Mischung, unter anderem mit Süßkartoffeln gewählt. Zareic hatte sein Keltenschwert weggeputzt und fand es „total gut“.

Der 29-jährige Theo und die 19-jährige Lisa aus Blaubeuren genossen sichtlich ihre Burger. „Ich finde das super, dass hier mal los ist. Vom Kulinarischen her kann man das nur positiv bewerten“, befand Theo. „Schön, dass es so verschiedene Sachen gibt“, pflichtete Lisa ihm bei. „Wir kommen morgen noch einmal.“

Ständiges Kommen und Gehen

„Alles stimmt, nur das Wetter nicht“, meinte Christian Wagner von Indo-Meal aus Krumbach am Samstag. „Es ist eine tolle Veranstaltung, die Verantwortlichen haben sich viel Mühe gemacht.“ Am Sonntag hörte dann zumindest der Dauerregen auf, und prompt wurde das Geschäft merklich besser für die Anbieter. „Wir sind zufrieden, es ist ein ständiges Kommen und Gehen, alles ist soweit okay“, meinte Heinz Scheurer von „Oh my Waffle“ aus Ulm.

Albrecht Siebeneich wunderte sich über ein solches Streetfood-Festival im konservativen Blaubeuren. „Es spricht nichts dagegen, mir gefällt es verhalten“, sagte der kritische Urlauber, der sich dann aber doch etwas Indonesisches gönnte. Einigen war die Musik zu laut, man konnte sich teils nur schwer unterhalten. Auch die Preise fand mancher Besucher etwas überzogen.

Internationale Vielfalt in Blaubeuren

16 unterschiedliche Essenstände und Foodtrucks hatten am Wochenende den Weg nach Blaubeuren zum Biss-Fest gefunden. Die Besucher fanden das Streetfood-Fest gelungen.

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