Mobilfunk Funklöcher in der Region: Anzahl soll sinken

Mobilfunkmasten.
Mobilfunkmasten. © Foto: Jens Büttner (dpa)
Alb-Donau-Kreis / swp 16.07.2018
Bis 2020 sollen über 10.000 neue Mobilfunkmasten gebaut werden. Eine App soll dabei helfen.

Gerade in ländlichen Regionen gibt es noch keine flächendeckende Netzabdeckung des Mobilfunknetzes. Das soll sich in Zukunft ändern.

Beim Mobilfunk-Gipfel in Berlin trafen sich vor einigen Tagen Vertreter der Telekommunikationsanbieter, sowie der Länder und Kommunen mit Andreas Scheuer (Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur).

Netzabdeckung für 99 Prozent der Haushalte

Das Ergebnis: Bis Ende 2020 sollen 99 Prozent der Haushalte in ausgewählten Bundesländern mit 4G versorgt werden. Im Laufe des Jahres 2021 sollen dann auch deutschlandweit 99 Prozent der Haushalte abgedeckt werden. Dafür sollen mindestens 10.000 neue Funkmasten gebaut werden. Der Bund wird dabei vor allem den Ausbau in „unrentabel zu erschließenden Gebieten“ fördern.

Eine App für Funklöcher

Eine Funkloch-Melde-App soll ab 31. Oktober dabei helfen, schlecht abgedeckte Gebiete zu identifizieren. Bisher werden Funklöcher und schlechte Netzabdeckungen nicht zentral erfasst. Nutzer können nur bei ihren jeweiligen Mobilfunkanbietern Störungen melden.

Sendemasten im Überblick

Der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg zufolge sind rund 74.000 Funkzellen für eine flächendeckende Mobilfunkabdeckung in Deutschland erforderlich. Eine Funkzelle umfasst ein geografisches Gebiet von wenigen hundert Metern, bis hin zu zehn Kilometern. Die Reichweite hängt dabei von landschaftlichen Gegebenheiten ab. In Städten wie Ulm liegen die Mobilfunkstationen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. In ländlicheren Gegenden wie zum Beispiel den Ortsteilen von Blaubeuren liegen teilweise mehrere Kilometer dazwischen. Einen Überblick über alle Funkanlagen in Deutschland bietet die Bundesnetzagentur.

Vodafone, O2 und Telekom zeigen jeweils in einer Karte ihre Netzabdeckungen.

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