Es ist ein faszinierendes Ereignis, das viele Zuschauer anzieht: Zahlreiche Funkenfeuer sind am Wochenende wieder in der Region zu sehen. Vereine und Feuerwehren pflegen in den Ortschaften den alten Brauch. Bereits Wochen zuvor haben Freiwillige mit dem Sammeln begonnen: Ausrangierte Tannenbäume sind dabei ebenso gefragt wie Reisig und Holz. Ist das Material erst einmal gesammelt, wird es, mit Stroh unterfüttert, zu imposanten, meterhohen Funken aufgetürmt.

Weißenhorn

Heidnisch-germanischer Brauch

Der Brauch des Funkenfeuers wird im gesamten schwäbisch-alemannischen Raum gepflegt. Dazu zählen nicht nur Oberschwaben, sondern auch das Allgäu, der Schwarzwald, die Schweiz und das österreichische Vorarlberg. Doch woher stammt der Brauch? Verbreitet ist die Annahme, dass das Funkenfeuer auf das heidnisch-germanische Brauchtum zurückgeht. Mit den Flammen soll der Winter endgültig vertrieben werden. Laut neueren Forschungserkenntnissen soll der Brauch mit dem Ende der schwäbisch-alemannischen Fasnet zusammenhängen. Demnach kennzeichnet das Funkenfeuer den Beginn der Fastenzeit. Auch auf den Jahresanfang der Römer am 1. März, so eine weitere Annahme, könnte der Brauch zurückgehen. Im Vesta-Tempel des antiken Rom wurde an diesem Tag das heilige Feuer entzündet.

Strenge Regelungen für Funkenfeuer

Für das Abbrennen der Funkenfeuer gelten strenge Regeln. Wer einen Funken abbrennen möchte, muss den Ort der Orts- oder Stadtverwaltung benennen und zugleich auch denjenigen, der verantwortlich zeichnet. So können Feuerwehr und Polizei legale von illegalen Funken unterscheiden. Es darf ferner kein Material außer Reisig und unbehandeltes Holz verbrannt werden. Andernfalls stellt das eine Ordnungswidrigkeit dar.

Übersicht der Funkenfeuer rund um Ulm und Neu-Ulm

  • Albeck: Samstag, 18 Uhr, Treffpunkt bei Bäckerei Oetinger, Fackelwanderung zum Sportplatz Albeck
  • Bernstadt: Samstag, 18 Uhr, Treffpunkt am katholischen Gemeindehaus, Fackelwanderung zum Funken
  • Blaustein: Sonntag, 16 Uhr, Treffpunkt Beggakreuz Klingenstein (Funken wird bei Dämmerung entfacht)
  • Burlafingen: Samstag, 18 Uhr, Treffpunkt Dorfplatz, gemeinsamer Umzug zur Funkenwiese
  • Donaustetten: Samstag, 18.45 Uhr, Treffpunkt am Parkplatz Friedhof (Im Greut), Fackelumzug zum alten Sportplatz
  • Ermingen: Samstag, 18.30 Uhr, Treffpunkt am Sonnwendplatz
  • Ersingen: Samstag, 18.30 Uhr, Treffpunkt am Feuerwehrhaus
  • Finningen: Samstag, 18.45 Uhr, Treffpunkt am Feuerwehrhaus im Eulesweg
  • Herrlingen: Samstag, 18 Uhr, Treffpunkt Bergstraße-Beibruck
  • Holzheim: Samstag, 18 Uhr, Treffpunkt am Rathaus
  • Illerberg / Thal: Samstag, 18.30 Uhr, Treffpunkt bei Schrebergärten am Radweg
  • Illerkirchberg: Samstag, 18 Uhr, Treffpunkt Alte Steige Unterkirchberg
  • Illerzell: Sonntag, 18 Uhr, Treffpunkt am Feuerwehrhaus
  • Ludwigsfeld: Sonntag, 18 Uhr
  • Mähringen: Samstag, 18.30 Uhr, Treffpunkt Kreuzung Talstraße/Ulmer Steige
  • Nersingen: Sonntag, 18.30 Uhr, Treffpunkt Evangelisches Gemeindehaus
  • Pfaffenhofen: Samstag, 18.30 Uhr Schuttplatz Beuren, kurz darauf auch am Funkenplatz in Niederhausen, Sonntag, 18 Uhr in Kadeltshofen am Feuerplatz
  • Pfuhl: Samstag, 19.30 Uhr, Treffpunkt Kapellenberg
  • Regglisweiler: Samstag, 19Uhr, Treffpunkt am Funkenberg
  • Schwendi: Samstag, 19 Uhr, Treffpunkt am Funkenplatz (neben dem Tennisplatz)
  • Unterfahlheim: Samstag, 19 Uhr, Treffpunkt Festplatz Unterfahlheim
  • Untermarchtal: Das Funkenfeuer entfällt
  • Unterweiler: Samstag, 18.30 Uhr, Treffpunkt am Rathaus, Fackelumzug zum alten Wasserturm
  • Weidenstetten: Samstag, 18 Uhr, Treffpunkt bei der Metzgerei Ochsen
  • Weißenhorn: abgesagt
  • Wullenstetten: Samstag, 18 Uhr, Treffpunkt am Feuerwehrhaus, Funken am Kugelsberg

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