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Die Macher (von li.): Alexander German und Alessandro Maglienti (Paten), Andrea Balzer (Gemeinde), Bürgermeister Rainer Braig, Roland Herzig (Bauhof).
Die Macher (von li.): Alexander German und Alessandro Maglienti (Paten), Andrea Balzer (Gemeinde), Bürgermeister Rainer Braig, Roland Herzig (Bauhof). © Foto: Lars Schwerdtfeger
Dornstadt / Thomas Steibadler 15.06.2018

Eine Telefonzelle gibt es in der Gemeinde längst nicht mehr, dafür nun eine ehemalige Telefonzelle, die als „Bücherhäusle“ dient. Mitarbeiter des Bauhofs haben das aus Beimerstetten stammende ausrangierte Telefonhäuschen restauriert, angestrichen und mit Bücherregalen ausgestattet. Auch eine Beleuchtung ist angebracht, die über eine kleine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit Strom versorgt wird. Gestern haben Bürgermeister Rainer Braig und Rathausmitarbeiterin Andrea Balzer  das Bücherhäusle eröffnet. Der Standort an der Kreuzstraße sei wohlüberlegt, sagte Braig. Dank Geschäften, Gastronomie, Bushaltestelle und Wochenmarkt herrsche reger Betrieb und der wiederum bedeute soziale Kontrolle.

Das Prinzip ist bekannt. Jeder kann jederzeit ein Buch mitnehmen oder gegen ein anderes eintauschen. Bücher, die man selbst nicht mehr braucht, können gespendet werden. Aus Spenden stammt auch die Grundausstattung aus Kinder- und Jugendbüchern, Krimis und anderen Romanen sowie Sachbüchern.

Betreut wird das Bücherhäusle von drei Jugendlichen, die sich als Paten zur Verfügung gestellt haben. Die drei betreiben seit etwa einem Jahr die samstägliche Bücher-Tauschbörse auf dem Recyclinghof und werden den Bestand in der ehemaligen Telefonzelle auf dem Laufenden halten. Ausrangierte Bücher werden der Lebenshilfe Donau-Iller zur Verfügung gestellt. In deren Werkstätten in Senden werden sie sortiert: Die brauchbaren werden über eine Internet-Platform verkauft, die unbrauchbaren dem Papier-Recycling zugeführt. So unterstützen Bücherhäusle-Unterstützer auch die Lebenshilfe.

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