Laichingen Für den Home-Run am meisten Punkte

Konzentriert bei der Sache: Kinder lernen Baseball und Englisch. Foto: sgk
Konzentriert bei der Sache: Kinder lernen Baseball und Englisch. Foto: sgk
Laichingen / SABINE GRASER-KÜHNLE 07.09.2012
Sport und Englisch sprechen: Dies haben Pera Buck und Jessica Rödig von "BellLingua" im Sommerferienprogramm beim Baseballspielen verknüpft.

Wenn der "Batter" den Ball trifft und ins Feld zurückschlägt, wird er zum "Runner" und darf zur nächsten oder gar übernächsten "Base" laufen. Daher der Name des Spiels: Baseball. Da dieses Spiel aus den USA stammt, sind die gesamten Regeln in englischer Sprache. Die nächste Möglichkeit, diesen Sport auszuüben, wäre in Ulm. Doch Petra Buck und Jessica Rödig von der Sprachschule "BellLingua" bieten den Laichinger Kindern im Sommerferienprogramm an, ein wenig Baseballluft zu schnuppern. Die Kanadierin Jessica Rödig ist bestens vertraut mit diesem Sport, schließlich spielte ihr Sohn, als sie noch in Vancouver lebten, bei den dortigen "Riverdogs" in der League.

Bereits zum dritten Mal ist Baseball im Ferienprogramm angeboten. Begriffe wie "Home Run", "Inning" oder "Strike" sind daher einigen Jungs und Mädchen, die auch diesen Sommer wieder mit von der Sommerferien-Baseballpartie sind, nicht neu. Ebenso wenig Neuland ist es für einige der etwa elfjährigen Jungs, den Ball mit dem Schläger ins Feld zu schlagen. Manch harter Schlag am Donnerstagnachmittag lässt den Tennisball, mit welchem in der Daniel-Schwenkmezger-Halle gespielt wird, bis ans andere Hallenende fliegen - ein Home Run, der der Mannschaft die meisten Punkte einbringt. Kreischend feuert das Team seinen Runner an: "Weiter, zur nächsten Base". Und wenn er es bis zum "Home Plate" schafft, dann gibt es einen "Run", also einen Punkt, und jubelnd tost es in der Halle.

Am Vormittag waren die jüngeren Baseballspieler dran, die Sechs- bis Achtjährigen. Niedlich waren sie anzusehen mit ihren Fahrradhelmen, dem riesigen Baseball-Fanghandschuh des Catchers sowie die anderen mit griffigen Fahrradhandschuhen. Taktik war hier noch nicht wichtig, wesentlicher war es, den Ball vom "Batting Tee", einer Stange mit Ballauflage, stehend auf einer Hartgummiplatte, zu schlagen. Wenn dieser dann tatsächlich ins Feld flog, vergaßen die kleinen Baseballer auch mal, den Schläger fallen zu lassen und loszurennen zur ersten Base. Auch klappte es nicht immer mit den so völlig neuen englischen Begriffen, so dass Petra Buck und Jessica Rödig ihre kleinen Baseballer auf deutsch zum Laufen aufforderten. Doch dass es beim Zurückkommen ihrer Läufer in die "Home Plate" einen Punkt gibt, das haben auch die jüngsten dieses Tages verstanden und jubelten daher ebenso laut, wie die älteren Spieler am Nachmittag.

Nach mehreren Innings, also Spieleinheiten, stand bei den Kleinen der Sieger fest: die "American Pumas" lagen knapp vor den "Cheeta"s Chilli Sox". Und dann gab es für sie beim Spiel "Duck, duck, goose", ähnlich dem deutschen Faulei, oder "Kaiser wieviel Schritte gibst du mir" noch jede Menge Englisch in der spielerischen Form.

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