Bundeswehr 40 Jahre Führerschein-Ausbildung für Streitkräfte

Dornstadt / Joachim Lenk 01.07.2018
Das Zentrum für das Training an Militärfahrzeugen in Dornstadt ist 40 Jahre alt. Das wurde gefeiert.

Wiesel, Boxer, Leopard und Büffel. All das und noch viel mehr gab es am Sonntag in der Rommel-Kaserne in Dornstadt zu sehen. Dort feierte das Kraftfahrausbildungszentrum Simulator Dornstadt seinen 40. Geburtstag.

Es ist die älteste Einheit in Baden-Württemberg. Unter den mehreren Hundert Gratulanten waren neben hohen Militärs auch Politiker aus dem Landtag geladen. Manuel Hagel, der Landesbeauftragte für Angelegenheiten der Streitkräfte, dankte den Soldaten für ihren Dienst. „Der Staatsbürger in Uniform hat mit der Aussetzung der Wehrpflicht nicht ausgedient“, sagte der CDU-Generalsekretär. Auch heute sei der Dienst der Soldaten unverzichtbar für das Land, sowohl bei Kriseneinsätzen im Ausland als auch im Innern bei Katastropheneinsätzen. Hagel zeigte sich zuversichtlich, dass die militärische Fahrschule noch viele runde Geburtstage feiern könne. Durch das geplante Transport- und Logistikkommando der NATO in Ulm profitiere sicherlich auch die Rommel-Kaserne.

Mehr als 30.000 Führerscheine ausgestellt

Oberstleutnant Andreas Ahrens, der Kommandeur Bereich Kraftfahrausbildungszentren, erinnerte daran, dass in Dornstadt nicht nur deutsche, sondern auch ausländische Streitkräfte ihren Führerschein machten. Das Kraftfahrausbildungszentrum schult aktuell auf dem gepanzerten Transportkraftfahrzeug Boxer und dem Mannschaftstransportwagen M 113 NDV 2 (MTW) sowohl auf öffentlichen Straßen als auch im Simulator.

Mehr als 30.000 Führerscheine seien in den vergangenen vier Jahrzehnten ausgestellt worden, sagte Zentrumsleiter Hauptmann Gerold Huber. Zwei Drittel der Ausbildung finde im Simulator, der Rest auf den Fahrzeugen statt.

Davon konnten sich die Gäste ebenfalls ein Bild machen. Lange Schlangen bildeten sich vor dem „Boxer“ und dem MTW. Auch  Hagel ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Wilfried Klenk (CDU), Staatssekretär im Landesinnenministerium, auf dem Standortübungsplatz Lerchenfeld mitzufahren. Im Simulator durften sie und die anderen Gäste selbst das Lenkrad in die Hand nehmen. Rund um das Gebäude hatten die Besucher zudem die Möglichkeit, weitere Fahrzeuge der Bundeswehr aus der Nähe zu betrachten. In Erinnerungen schwelgte auch Griesingens Bürgermeister Oliver Klumpp, der dort als Stabsfeldwebel mehrere Jahre lang als Fahrlehrer tätig war.

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