Lonsee/Stuttgart / STEFAN BENTELE

Ob eine Bundesstraße 10-Umfahrung bei Lonsee-Urspring im Westen oder im Osten – hier mit einer 800 Meter langen Brücke – verläuft, entscheidet sich frühestens im Sommer. Darüber sei man sich mit dem baden-württembergischen Verkehrsministerium von Winfried Hermann (Grüne) einig, sagten gestern Marianne Prinzing, Kreisrätin im Alb-Donau-Kreis und der Ulmer Landtagsabgeordnete Jürgen Filius (beide Grüne). Grund: Im Juli entscheidet die Unesco in Krakau über einen möglichen Welterbe-Titel für die Eiszeithöhlen im Ach- und Lonetal. Laut Filius wolle man abwarten, wie das Gremium entscheidet, um den Titel nicht wie in Dresden und der Waldschlößchenbrücke zu gefährden. Man stehe mit der B 10-Umfahrung ohnehin ganz am Anfang. Nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart wäre der Titel gefährdet, falls ein Neubau in „Sichtbeziehung“ zu den Höhlen in den Tälern besteht.