Finanzen Freude in Erbach über glänzenden Abschluss

Erbach / Franz Glogger 08.11.2018

Die Umstellung eines kommunalen Haushalts von der Kameralistik auf die Doppik ist keine Kleinigkeit und nicht nebenbei zu bewältigen. Aus diesem Grund hat der Rechnungsabschluss des Jahres 2016 auf sich warten lassen. Dafür weise der Abschluss ein „glänzendes Ergebnis“ aus, sagte der Erbacher Bürgermeister Achim Gaus am Dienstag im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats. Bei Aufwendungen von gut 26 Millionen Euro schließt die Ergebnisrechnung mit einem Plus von 1,7 Millionen Euro, 327 000 Euro mehr als erwartet, berichtete Hans Neher von der Stadtkämmerei. Trotz reger Investitionstätigkeit verringerte sich der Bestand der liquiden Mittel nur um 900 000 und nicht um 1,77 Millionen Euro wie geplant. So verfügte die Stadt Ende 2016 über fast 8,6 Millionen Euro an Zahlungsmitteln. Die Schulden wurden weiter verringert und werden voraussichtlich Ende 2019 abgebaut sein.

Folgekosten beachten

Andererseits stehen allein mit der Sporthalle und dem ebenfalls geplanten Kindergarten in Dellmensingen sowie dem im Bau befindlichen Kindergarten „Brühlwiesen“ Investitionen von fast 20 Millionen Euro bevor. Die Stadt müsse immer die Folgekosten beachten und möglichst die Abschreibungen erwirtschaften, sagte Gaus. Denn letztere „gehen vom Ergebnis weg“.

Die Stadträte zeigten sich mit dem Jahresabschluss 2016 einverstanden, zumal sie die Gründe der verspäteten Präsentation nachvollziehen konnten. Elmar Röhr (SPD) zollte der Verwaltung sogar uneingeschränktes Lob, schließlich habe Erbach als eine der ersten Kommunen im Alb-Donau-Kreis die Doppik eingeführt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel