Veranstalter Andreas Kamm hat bei Rock dein Leben im vergangenen Jahr gepunktet mit perfekter Organisation. Fremdenfeindliche Aussagen, rechtsgerichtete Äußerungen oder gar rechte Symbole wurden nicht festgestellt. Mehrere auf der Alb lebende Flüchtlinge gehörten zum Team. Dennoch bleibt Unbehagen. Weil, wie es ein Laichinger Lehrer formulierte, Texte von „Freiwild“ und anderen Bands für junge Leute eine „Einstiegsdroge“ für rechtes Gedankengut sein können. Laichinger Stadträte täten gut daran, sich bei der Veranstaltung selbst und bei Info-Veranstaltungen der Gegner zu informieren. Um danach im Blick auf eine mögliche Neuauflage im Gremium darüber zu diskutieren. Zu hören, wer sich wie positioniert, wäre für die Laichinger Bürger spannend. Eine gemeinsame Resolution zum Festival wird es nicht geben, auch weil etliche Gemeinderatsmitglieder mit dem Flugsportverein verbunden sind, der mit Rock dein Leben seine Kasse ordentlich aufbessert. Aber eine klare Positionierung des Laichinger Gemeinderats gegen rechts wäre auch ein Signal.