Kommunikation Freies Wlan rund ums Rathaus

Blaustein / Helga Mäckle 14.06.2018

Einmalig rund 5000 Euro für die Hardware und „ein paar neue Kabel“, wie Günter Pfemeter vom Blausteiner Hauptamt am Dienstag im Gemeinderat sagte. Das sei nötig, um rund um das Rathaus einen freien Zugang zum Internet einzurichten. Dieser soll bis zum Busbahnhof an der Ehrensteiner Straße, den Marktplatz und die Stadtbücherei reichen.

Die 178 Euro monatlich für den Geschäftskunden-Anschluss fürs Wlan bezahle die Stadt eh schon, denn im Bad Blau gibt es bereits einen solchen mit der nötigen Übertragungsrate von 400 Megabit, wie Pfemeter weiter sagte. Auch das „Wireless local area network“, auf Deutsch: drahtloses lokales Netzwerk, mit dem die Stadtverwaltung im Rathaus arbeitet, komme per Glasfaserkabel aus dem Freizeitbad. Und eben diese Leitungen werden künftig genutzt, um etwa den Busbahnhof anzubinden an das Wlan anzubinden.

Eigentlich hatte die Stadt auf einen Zuschuss von der EU für den Wlan-Hotspot gehofft. Es sei allerdings wenig realistisch, dass Blaustein eine der 80 Kommunen in ganz Deutschland sein wird, die die 15 000 Euro aus Brüssel erhalten, sagte Pfemeter. Abwarten werde die Stadt die Entscheidung über ihren Antrag im Juli dennoch. Bei drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung stimmten die Räte dafür, den freien Zugang auf Stadtkosten einzurichten, falls der Antrag auf den EU-Zuschuss abgelehnt wird. Ein Antrag von Peter Lorenz (Freie Wähler) war zuvor mit deutlicher Mehrheit abgelehnt worden, der hatte gefordert: „Kein Zuschuss, kein Wlan.“

Martin Holzmann wies daraufhin, dass der Sportverein Arnegg einen solchen offenen Hotspot bereits an seinem Sportheim eingerichtet hatte. Nachdem dort dann aber oft „seltsame Leute rum gelungert“ seien, die vor allem Müll und Dreck hinterließen, habe der Verein den Hotspot wieder abgeschaltet.  Damit das auf dem Marktplatz in Blaustein nicht passiert, könne der Hotspot zum Beispiel zeitlich beschränkt offen sein, sagte Pfemeter. „Dann ist halt Schluss, wenn der letzte Bus am Bahnhof weggefahren ist.“ Andere Ratsmitglieder sahen es eher positiv, wenn sich durch das offenen Internet künftig mehr Leute auf dem Marktplatz aufhalten, denn dem täte ein bisschen mehr Leben doch gut.

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