Blaubeuren Förderschüler informieren sich bei der Sparkasse über Schuldenprävention

Rein in den Tresor. Faton Smajli, Auszubildender der Sparkasse Blaubeuren, zeigte der Schülergruppe wie sicher das Geld lagert.
Rein in den Tresor. Faton Smajli, Auszubildender der Sparkasse Blaubeuren, zeigte der Schülergruppe wie sicher das Geld lagert. © Foto: Thomas Spanhel
Blaubeuren / THOMAS SPANHEL 07.02.2015
Sparen ist viel besser als Schulden zu machen: Wie es gelingt, haben elf Kinder der Blaubeurer Förderschule bei der Sparkasse Blaubeuren erfahren.

Wie schnell man Geldschulden hat, das wissen Schüler der Förderschule genau: Marken-Klamotten, Zigaretten oder ein schlechter Handy-Vertrag können leicht für eine finanzielle Schieflage sorgen. "Mein Bruder will ständig was Neues haben", berichtete eine Schülerin und verweist auf ihre Mutter, die sagt, dass sowieso jeder Schulden macht. "Das stimmt nicht", stellte Christian Sigg klar, Leiter der Blaubeurer Sparkasse, der die Schüler zum Thema Schuldenprävention informierte: "Von zehn Leuten haben vielleicht drei Leute Schulden."

Anschaulich beschrieb Sigg die Situation eines jungen Elternpaars, das weinend bei ihm in der Bank saß, weil es keinen Ausweg aus seiner schlimmen finanziellen Lage sah. "Sie hatten 1400 Euro Einnahmen, haben aber jeden Monat 1600 Euro ausgegeben. Das kann nicht gutgehen." Sigg sieht es auch als Aufgabe der Sparkasse, Kunden so zu beraten, dass sie mit ihrem Geld auskommen. Gleichzeitig sollten sie etwas Geld für unverhoffte Ausgaben auf die Seite legen und ihre Schulden langsam abbauen.

Man müsse vor allem genau auf seine Ausgaben achten, sie auch mal aufschreiben, riet er. Dann werde oft klar, dass man manches streichen könne: Das Ehepaar habe zwei Versicherungen für dasselbe Risiko abgeschlossen, das sei völlig unnötig. Oder es lebe in einer viel zu großen teuren Wohnung in einem Altbau, der auch noch hohe Nebenkosten habe. Dadurch, dass das Paar umzog und eine Versicherung kündigte, konnte es schon viel Geld sparen. "Manchmal sind es dann nur 20 Euro, die man auf die Seite legen kann, aber über die Monate hinweg ist das viel." Diese Dinge müssten sich die Schüler einprägen, "dann habt ihr viel gewonnen", machte Sigg den Jugendlichen Mut.

Zuvor waren die Schüler und ihre Lehrer Jens Bantleon und Marius Hauck vom Auszubildenden Faton Smajli durch die Sparkasse geführt worden. Besonders interessierte sie der begehbare Tresor mit seinen dicken Metallwänden und Sicherheitsvorkehrungen.

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