Illerrieden Förderkreis setzt sich für neues Instrument in Agatha-Kirche ein

Ludwig Weigel (Mitte) zeigt, wohin die neue Orgel kommen soll. Foto: Gräter
Ludwig Weigel (Mitte) zeigt, wohin die neue Orgel kommen soll. Foto: Gräter
DIETER GRÄTER 05.11.2013
Dem Orgelförderkreis Illerrieden verdankt es die Agatha-Kirche, dass nächstes Jahr in dem Gotteshaus hoch über Illerrieden eine neue Orgel erklingt.

Was der 40 Mann starke Orgelförderkreis, mit Dr. Ludwig Weigel und dem damaligen Pfarrer Siegfried Merk an der Spitze, vor acht Jahren in der Heilig-Kreuz-Kirche schaffte, will der Förderkreis auch in der Agatha-Kirche verwirklichen: "Wenn Weihbischof Kreidler am 13. September 2014 die Weihe der neuen Heintz-Orgel vornimmt, soll das Projekt schuldenfrei dastehen", sagen Ludwig Weigel, Edmund Mayer und Hermann Nothelfer unisono. 75.000 der 105.000 benötigten Euro sind inzwischen durch Spenden eingegangen. Die restlichen 30.000 Euro sollen durch weitere Aktionen und Spendenpatenschaften zusammenkommen.

Bei einem Rundgang durch die Agatha-Kirche erinnert das Fördertrio an die alte Orgel aus dem Jahr 1896. Sie war nach Aussage mehrerer Sachverständiger nicht mehr reparabel. "Wenn man den Spieltisch öffnete, kam ein Museum für Holzwurmkunde zum Vorschein", sagt Weigel und schmunzelt. Außerdem habe der zwischenzeitlich zugekaufte Spieltisch nicht dazu gepasst: "Von den 23 angeblichen Registern waren nur sieben in Ordnung, alle anderen waren blind." Die Neuanschaffung hat der Förderkreis auch damit gerechtfertigt, dass sich der Gebläsemotor des Instruments auf dem Kirchendach befand. "Im Winter wurde Schneeluft und im Sommer erhitzte Staubluft in die Orgel geblasen", berichtet Edmund Mayer. Zusammen mit Klaus Schleinitz, Chef der Orgelbaufirma Heintz in Schiltach, habe man jetzt erreicht, "die Vergangenheit der alten Orgel in das neue Instrument zumindest teilweise zu integrieren". So werden drei Register der alten Orgel und das Gehäuse wieder verwendet. Die neue Orgel wird elf Register auf zwei Manuale erhalten und mit 708 Pfeifen ausgestattet sein.

Apropos Pfeifen: "203 haben bereits einen Paten, für die restlichen 505 suchen wir noch Patenschaften", sagt Weigel. Stolz präsentiert er einen Flyer, der für diese Aktion wirbt. Dabei geht es dem Förderkreis nicht nur ums Geldsammeln. "Wir sind mit dem Orgelprojekt verwurzelt und jeder von uns bringt viel Herzblut ein", erklärt Weigel. Angesichts der bisherigen für die Orgel veranstalteten 31 Konzerten mit 40 hochklassigen Interpreten und 290 Werken von 145 Komponisten darf man dem Organisator Glauben schenken.