Erbach Flugplatzfest in Erbach fällt ins Wasser

Das Flugplatzfest in Erbach fiel dieses Jahr sprichwörtlich ins Wasser. Immerhin der CH53-Transporthubschrauber der Bundeswehr aus Laupheim konnte noch ein paar Besucher aus den Hallen auf die Wiese locken.
Das Flugplatzfest in Erbach fiel dieses Jahr sprichwörtlich ins Wasser. Immerhin der CH53-Transporthubschrauber der Bundeswehr aus Laupheim konnte noch ein paar Besucher aus den Hallen auf die Wiese locken. © Foto: Amrei Groß
AMREI GROSS 01.09.2014
Wegen Regens kamen am Sonntag nur wenige Besucher zum Flugplatzfest des Erbacher Luftsportvereins. Das Programm musste zu großen Teilen entfallen. Höhepunkt war der Besuch des Hubschraubers CH53.

"Wir haben in letzter Zeit einfach Pech", sagt Eberhard Sautter mit Blick auf die Regenradar-Anzeige am Smartphone. Es regnet, und das anhaltend "bis mindestens 18 Uhr", wie Sautter der Vorhersage entnimmt. Kein gutes Fest- und erst recht kein passendes Flugwetter, womit das Flugplatzfest des Luftsportvereins Erbach zum wiederholten Mal ein Opfer der Elemente wurde: Den Tag der offenen Tür am ersten Mai sagten die Fliegerkameraden wegen schlechter Wetterprognosen ab; das Flugplatzfest im vergangenen Sommer war verregnet.

Für diesen Sonntag sei er bis zuletzt guter Dinge gewesen, sagt Sautter: "Das Meteogramm des Deutschen Wetterdienstes hat für den Sonntag und die Region Erbach bis zuletzt nur einen kurzen Schauer erwarten lassen." Tatsächlich regnete es gestern nur einmal - dafür aber durchgängig. Eine Absage des Festes kam für Sautter dennoch nicht in Frage. "Gewisse Unkosten haben wir in jedem Fall", sagt er. "Wir machen das Beste daraus." In den Flugzeughallen gab es Gutes aus der Fliegerküche sowie ein reichhaltiges Kuchenbuffet, im Freien waren Motor- und Segelflugzeuge ausgestellt.

Der Rest des Programms fiel der Witterung zum Opfer: Aufgrund des anhaltenden Regens verzichteten der "fliegende Wirt aus Finnigen" Johann Britsch mit seiner "Pitts Ultimate" und Flugzeugkonstrukteur Wolfgang Dallach aus Heubach mit seiner "Diabolo" auf ihre Kunstflugeinlagen. Die Kunst-Segelflugauftritte mussten ebenso wie die Modellflugzeug-Vorführungen mit Jet-Modellen ausfallen; der Start der Heißluftballons wurde abgesagt, das Fallschirm-Tandemspringen mit Gerd Eichingen entfiel, das Interesse an Hubschrauber- und Motorflugzeug-Rundflügen hielt sich in engen Grenzen.

Und so konnte die Flugleitung des Erbacher Towers erst gegen Mittag die erste Luftfahrtbewegung des Tages verbuchen: Der Bundeswehrhubschrauber CH53 aus Laupheim setzte im strömenden Regen zur Landung an. Am Nachmittag stand die mächtige Transportmaschine zur Besichtigung bereit und war ein Höhepunkt für alle Festgäste. Eberhard Sautter indes freute sich an den kleinen Dingen, die das verregnete Flugplatzfest mit sich brachte: "Die Erbacher kommen trotzdem." Der Verein sei in der Stadt bestens akzeptiert, Veranstaltungen wie das Flugplatzfest eine schöne Gelegenheit zur Öffentlichkeitsarbeit - auch bei schlechtem Wetter. Und: "Das Flugplatzfest ist immer eine gemeinsame Aktivität aller Vereinsmitglieder." Hier kämen die Fliegerfreunde zusammen, zögen für einen glatten Ablauf alle an einem Strang. Das fördere die Kameradschaft, "auch wenn wir dieses Mal etwas mehr Zeit für uns haben."