Natur Flötzbach: Sanierung läuft

Der Schlamm wird mit schwerem Gerät aus dem Bach entfernt.
Der Schlamm wird mit schwerem Gerät aus dem Bach entfernt. © Foto: Kurt Fahrner
Albeck / Kurt Fahrner 12.10.2018

Kleine Ursache – große Wirkung: Schieber der Reifenwaschanlage im Albecker Schotterwerk des Unternehmens Eckle sind unsachgemäß geöffnet worden. Dadurch wurden Sand-Sedimente in den Flötzbach gespült. Diese haben den Bachlauf verschlammt, und zwar in einer Länge von rund 1,9 Kilometern. Laut eines Gutachtens wurde dadurch der Lebensraum von Kleintieren zerstört (wir berichteten). Dieser Schlamm muss nun entfernt werden.

Über den aktuellen Stand hat kürzlich Ortsvorsteher Walter Wiedenmann den Ortschaftsrat informiert. In Anwesenheit von Eckle-Geschäftsführer Frank Nusser-Jungmann zeigte er die zwischenzeitlich angelaufenen Sanierungsarbeiten der Verursacher-Firma für den Flötzbach auf, für welche diese die Kosten trage. Wie hoch sie seien, darauf konnte Nusser-Jungmann noch keine Antwort geben.

Lebensraum erholt sich

In sieben Abschnitten erfolge die Sanierung des Flötzbaches, berichtete Wiedenmann. Dabei werde der Sandschlamm mit schwerem Gerät entfernt und mit Lastwagen abtransportiert. Gleichzeitig werden die übrigen Einträge vom Bachbett entnommen und der Bachlauf von Bepflanzungen freigeschnitten, ehe die Bachsohle einen neuen Schotterbelag bekomme. Wiedenmann stützte sich auf das Gutachten des Biberacher Biologen Joachim Fürst, wonach sich der zerstörte Lebensraum in ein bis zwei Jahren wieder erholen werde.

Chemische Untersuchungen hätten ergeben, dass der Sandeintrag aus dem Schotterwerk zu keiner Mehrbelastung für die Wasserqualität des Flötzbaches über die genehmigten Werte hinaus geführt hätten, ließ Wiedenmann die Albecker Räte wissen.

Im Übrigen berichtete der Ortsvorsteher, dass in verschiedenen Abschnitten der 1,9 Kilometer langen Flötzbach-Strecke die Sanierungsarbeiten bereits abgeschlossen seien, in weiteren die Weidesaison abgewartet werden müsse. Noch offen seien die Termine für die Sanierung im Bereich von der Südhalde bis auf Höhe des TSV-Sportgeländes.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel