Projekt Fische in der Unterführung

Verena Rösch (links) und Franziska Müller vom „Schwobarat“ haben beim Besprühen der Unterführung geholfen.
Verena Rösch (links) und Franziska Müller vom „Schwobarat“ haben beim Besprühen der Unterführung geholfen. © Foto: Pia Reiser
Urspring / Pia Reiser 19.06.2018

Wer durch die Bahn­unterführung in Urspring geht, wird nun von zwei großen Fischen begrüßt. Auch den Rest der Wände bedecken großflächige Graffiti: ein großer, roter Schriftzug mit „Urspring“ etwa, oder der Umriss des Lonetal-Pferdchens auf dem Hintergrund der Lonetopf-Farben: blau, grün, türkis.

Verena Rösch und Franziska Müller vom „Schwobarat“ in Urspring sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Verschönerung. „Vorher war die Unterführung echt heruntergekommen“, sagt Müller. Die beiden 19-Jährigen haben den „Schwobarat“ vor einigen Jahren gegründet, um sich in dieser Initiative für ihren Heimatort zu engagieren. Nach etwa einem Jahr ist ihr Projekt am Bahnhof abgeschlossen. „Es ist echt toll geworden“, sagt Ortsvorsteherin Birgit Fetzer, die die beiden auf die Idee gebracht hatte.

Ursprünglich war geplant, dass Jugendliche und Kinder aus dem Ort in einer Art Workshop die Wände gemeinsam gestalten. Aber vonseiten der Dorfjugend bestand nur wenig Interesse – also wurde das Team von Color­shok aus Ulm beauftragt, die Unterführung zu gestalten. Die Kosten trägt die Gemeinde Lonsee.

„Die Idee war immer schon, dass es Graffiti wird, weil es Jugendliche anspricht“, erzählt Verena Rösch. Ältere Menschen würden aber auch Gefallen an den Forellen finden, das Wappentier von Urspring. Die beiden Frauen haben auch selbst Sprühdosen in die Hand genommen, ihre Initialen V und F stehen nun am Treppenabgang. Fünf Tage lang arbeiteten die Sprayer an den Wänden, danach wurden sie zum Schutz noch mit Lack versiegelt. In der vergangenen Woche hat außerdem die Bahn die Treppen saniert. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen – und die Unterführung hat vollends ein neues Gesicht bekommen.

Die beiden Initiatorinnen des „Schwobarats“ sind stolz: „Es ist echt cool, dass wir hier im Ort etwas verändern können“, sagt Franziska Müller. Ein neues Projekt haben die beiden noch nicht geplant. „Aber da lässt sich bestimmt etwas finden.“

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