Regglisweiler Fischbörse mit enormem Zulauf - Sogar Gäste aus der Schweiz

Die Besucher der Fisch- und Pflanzenbörse kamen von weit her.
Die Besucher der Fisch- und Pflanzenbörse kamen von weit her. © Foto: Högerle
KURT HÖGERLE 07.02.2015
Nicht nur so viele Besucher wie nie, sondern auch international renommierte Züchter trafen sich am Sonntagmorgen beim Regglisweiler Aquarienverein.

Im Vereinsleben sind die Aquarianer aus Regglisweiler und Dietenheim nicht besonders präsent. Dass sie aber in der Region und darüber hinaus einen durchaus guten Ruf haben, war auf der sonntäglichen Fischbörse zu beobachten. Martin Senger, der Schriftführer, war völlig begeistert: "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass jemals so viele Leute hier waren!"

Die 25 Becken der elf Aussteller, in denen Fische oder Pflanzen zum Verkauf angeboten wurden, lichteten sich innerhalb kürzester Zeit. Mindestens 100 Aquarienfreunde kauften die Nachzuchten anderer Fischliebhaber, viele kamen von weither: "Biberach, Bald Waldsee, Ulm und von noch weiter kamen sie angereist", sagte Martin Senger.

Vereinschefin Marion Braun unterhielt sich mit drei Besuchern, die extra aus der Schweiz nach Regglisweiler gekommen waren: Hans Metzler, Robert "Röbe" Guggenbühl und Richard Feger vom renommierten Aquarienverein aus St. Gallen tauschten sich über Entwicklungen in der Aquaristik aus.

Wildfänge, so wird in Vereinskreisen vermutet, sollen grundsätzlich verboten werden, zuerst in der Europäischen Union, dann auch in der Schweiz. Die Schweizer Gäste, allesamt großartige Züchter, wiesen mit Nachdruck darauf hin, dass viele Fischarten gerade in den Tropen vom Aussterben gefährdet seien. Mehrere Arten seien in freier Wildbahn schon ausgestorben, weil ihre Biotope zerstört wurden. Dagegen hätten sie in Aquarien überlebt, sagte Hans Metzler, der als der beste Züchter der Schweiz gilt. "Wir werden uns in dieser Frage weiter vernetzen", sagte Marion Braun. Folgetermine haben die Schweizer mit dem Aquarienverein Dietenheim-Regglisweiler schon vereinbart.