Holzkirch Finanzierung fürs Gemeindehaus Holzkirch sicher

KURT FAHRNER 31.10.2014
Holzkirch kann das Gemeindehaus erweitern und umbauen. Die Finanzierung steht, der Gemeinderat hat den Baubeschluss gefasst.

630.000 Euro sind für die Erweiterung und den Umbau des Gemeindehauses in Holzkirch veranschlagt. Geplant ist ein Anbau, in dem künftig die Gemeindeverwaltung untergebracht werden kann. In der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats gab Bürgermeister Paul Seybold den Baubeschluss bekannt, das Gremium hatte diesen zuvor nichtöffentlich gefasst. Als Baubeginn nannte der Bürgermeister Mitte 2015. Ein Jahr später soll das Vorhaben fertiggestellt sein.

Zur Finanzierung der Bauarbeiten hatte die Gemeinde Zuschüsse in Höhe von 250.000 Euro aus dem Ausgleichstock des Landes und 222.500 Euro aus dem Landesprogramm Entwicklung Ländlicher Raum (ELR) beantragt. Während für die Förderung aus dem Ausgleichstock die Zusage vorliegt, fand der Zuschuss-Antrag für ELR-Mittel keine Berücksichtigung. Das hatte im Gemeinderat die Frage aufgeworfen, ob Holzkirch das Projekt unter diesen finanziellen Umständen überhaupt schultern kann (wir berichteten). Laut Bürgermeister Paul Seybold zeichnete sich jetzt jedoch eine Lösung ab, die es dem Gemeinderat ermöglichte, den Baubeschluss zu fassen. Nach Abrechnung des Haushaltsjahres 2013 erzielte Holzkirch einen Überschuss von knapp 140.000 Euro, der die Rücklagen der Gemeinde auf mehr als 370.000 Euro steigen ließ. "Für das Haushaltsjahr 2014 erwarten wir einen Überschuss in ähnlicher Höhe", sagte Seybold, so dass die rund 400.000 Euro, die die Kommune für den An- und Umbau des Gemeindehauses aufbringen muss, gesichert seien. Ebenso die 100.000 Euro für den Umbau und die Sanierung des bisherigen Rathauses, das die Freiwillige Feuerwehr künftig nutzen soll. Seybold hofft, die Kosten dafür durch Eigenleistungen der Feuerwehrleute im Griff behalten zu können.

Mit dem Projekt Gemeindehaus im kommenden Jahr bleibt Holzkirch für den Haushalt 2015 nur noch wenig finanzieller Spielraum. Entsprechend zurückhaltend war der Gemeinderat bei der Festlegung weiterer Vorhaben. Asphaltiert werden soll der Weg von der Landesstraße Richtung Westerstetten. Geplant sind weitere Feldwegsanierungen für 10.000 Euro und die Kanalüberprüfung auf Schäden für rund 13.500 Euro auf einer Gesamtlänge von knapp zweieinhalb Kilometern.