Infrastruktur Feuerwehrhaus-Entwurf löst Begeisterung aus

Schon im Vorentwurf gibt sich das neue Balzheimer Feuerwehrhaus prächtig.
Schon im Vorentwurf gibt sich das neue Balzheimer Feuerwehrhaus prächtig. © Foto: Foto: Manuela Rapp
Balzheim / Manuala Rapp 16.05.2018
Der Vorentwurf fürs neue Domizil in Balzheim stößt auf breite Zustimmung – bei Brandschützern und im Gemeinderat.

Das Bauwerk hat alle Voraussetzungen, zu einer Landmarke zu werden: Rote Stilelemente als Blickfang, der Rest der Metallfassade in grau, kubistische Form, Flachdach. So also soll das neue Balzheimer Feuerwehrhaus auf dem Schul- und Sportgelände aussehen. Der Dietenheimer Architekt Dirk Hübner nennt es ein „sehr technisches Gebäude, das die speziellen Vorschriften der Feuerwehr erfüllt.“

Der Vorentwurf löst jedenfalls Begeisterung aus – und zwar sowohl beim Gemeinderat, dem Hübner in der jüngsten Sitzung die Planungen erläuterte, wie auch beim Feuerwehrausschuss, was Kommandant Florian Rechtsteiner berichtete. „Es ist genauso, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Mitte Mai sind die Planungen nochmals Thema bei der Feuerwehr. „Es geht nur noch um Feinheiten, das Raumkonzept steht“, erklärt er.

Als spannende Sache bezeichnet der Architekt das Vorhaben, für das momentan Kosten von rund 1,76 Millionen Euro im Raum stehen. Denn auf dem Areal zwischen Ober- und Unterbalzheim gebe es viele verschiedene Nutzungen – Schule, Sport, Turnhalle, Fußball. Interessant wird es für Hübner schon mit der Gestaltung der Zufahrt und der gesamten Parkplatz-Situation. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Variante eins: links und rechts der bestehenden Straße ‚Am Sportplatz’ Parkplätze anlegen. Erste Gespräche mit dem Vorstand des SV Balzheim seien geführt worden. „Bei dieser Lösung müssten die nördlichen Spielfelder um zwei Meter verschoben werden“, sagt der Fachmann. Dies stelle aber kein Problem dar. „Der Vorschlag steht allgemein auf breiter Basis.“

Eine Alternative hierzu wäre laut Planer „eine zweireihige Parkplatz-Situation mit eigener Zufahrtsstraße.“ Das Feuerwehrhaus würde dadurch um rund acht Meter nach Westen rücken. „Dieser Ansatz käme teurer und der Flächenverbrauch wäre höher“, meint Hübner dazu. Egal, welche Idee sich durchsetzen wird, insgesamt würden rund 55 Parkplätze auf dem Areal entstehen: „Sie müssen abgetrennt sein von denen an der Feuerwehr.“ Diese wiederum müssten so abgeschottet sein, dass sie nur von den Einsatzkräften über eine separate Zufahrt erreicht werden können. Dieser Bereich diene gleichzeitig als Übungsfläche für die Brandschützer.

„Sehr wichtig für uns ist der reibungslose Ablauf beim Einsatz- und Übungsgeschehen“, betonte Florian Rechtsteiner. Dies sei in die Planung eingeflossen. Ebenso der Jugendraum. „Die Jugendlichen sollen ihren eigenen Raum haben, den sie selber gestalten dürfen“, sagte Rechtsteiner. Seit November, erzählt der Kommandant, habe man sich in den umliegenden Gemeinden bis Berghülen fünf Feuerwehrhäuser angeschaut: „Mit unseren gesammelten Eindrücken und Vorstellungen gingen wir ans Werk.“ Bereits der erste Entwurf sei – bis auf Details – schon fast so ausgefallen, „wie wir das wollten.“

Zweigeschossig, auf einer Grundfläche von 18 mal 26 Metern ist der Neubau geplant. Was das rot-graue Farbkonzept betrifft, so soll dadurch der Hallenbereich von der Verwaltung abgesetzt werden. „Der rote Bereich signalisiert, wo sich Saal und Aufenthaltszone befinden“, sagt Dirk Hübner. Der zweigeschossige, mit hellerem Grau gestrichene Teil zeige Verwaltung und Funktionsräume optisch an und wo Dunkelgrau verwendet werde, da befänden sich Fahrzeughalle, Lagerflächen, Werkstatt und Halle. Insgesamt drei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge seien vorgesehen.

Bei Bedarf mehr Fläche

Im Obergeschoss wird der Bereich Bereitschaft und Schulung laut Planer mit einer mobilen Trennwand ausgestattet. So könne bei Bedarf mehr Fläche geschaffen werden. „Angrenzend gibt es einen Übungsbalkon. Das ist ein Wunsch der Feuerwehr.“ Dies mache Sinn. „Wir waren uns bei allem ziemlich schnell einig“, bekundete Florian Rechtsteiner. Auch beim Raumkonzept sei die Planung harmonisch verlaufen.

Entstanden ist der Entwurf aus der Zusammenarbeit zwischen dem Bauausschuss der Feuerwehr, Mitgliedern des Gemeinderates und der Verwaltung sowie dem Architekturbüro: „Und wir haben ihn gemeinsam auf breiter Basis weiterentwickelt“, erklärt Hübner. „Alle sind begeistert und konstruktiv mit dabei.“

Zeitplan der Umsetzung

Neubau Architekt Dirk Hübner rechnet damit, dass die Pläne in der zweiten Jahreshälfte fertig sein werden. Dann wird der Bauantrag für das neue Feuerwehrhaus in Balzheim gestellt. Bis spätestens November müssen etwaige Zuschüsse beantragt werden. Im Jahr 2019 soll Baubeginn sein.

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