Die Freiwillige Feuerwehr Beimerstetten ist sehr gut aufgestellt, lobte Max Wittlinger, stellvertretender Bürgermeister und Sitzungsleiter in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das ergab die Bewertung der Leistungsfähigkeit im Feuerwehrbedarfsplan, den Kommandant Ulli Puppe zuvor dem Gremium vorgestellt hatte. Laut dem Feuerwehrgesetz des Landes Baden-Württemberg muss jede Gemeinde einen solchen Bedarfsplan aufstellen lassen, damit eine den örtlichen Verhältnissen angepasste, leistungsfähige Feuerwehr gewährleistet ist. In Beimerstetten gibt es demnach neben den drei Kindergärten, der Grundschule, den beiden Sporthallen, dem Altenpflegeheim sowie den Aussiedlerhöfen und Sportheimen fünf größere Gewerbebetriebe mit besonderem Gefährdungspotential. Weitere Herausforderungen für die örtliche Wehr seien die 11,8 Kilometer Land- und Kreisstraßen mit erhöhtem Unfallrisiko, die Bahnstrecke Stuttgart-Ulm mit fünf Gleisen zum Containerbahnhof und die Gasfernleitung der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) von Jungingen nach Bernstadt, listete Puppe auf.

Tagesbereitschaft gewährleistet

Laut Puppe hat die Feuerwehr derzeit 60 aktive Mitglieder, von denen tagsüber in der Regel elf im Ort anwesend seien. Damit sei die Tagesbereitschaft gewährleistet, sagte Bürgermeister Andreas Haas auf Nachfrage. Die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden sowie im überörtlichen Bereich sei geregelt. Auch bei der Ausrüstung sieht es gut aus, zumal die Gemeinde sukzessive in die Ausstattung investiert und diese auf dem Stand der Technik gehalten habe, wie Haas sagt: etwa mit einer weiteren Box für die Feuerwehrfahrzeuge, einem Spreizer und getrennten Umkleidekabinen für Frauen und Männer. Als Fahrzeuge stehen ein Tanklöschfahrzeug (TLF), ein Löschfahrzeug (LF), ein Mannschaftstransportwagen (MTW), ein Schlauchanhänger und ein Mehrzweckanhänger (MZ) bereit.

Ein großer Brocken stehe für die Gemeinde allerdings im Jahr 2020/21 an, sagt der Bürgermeister: der Kauf eines neuen Löschfahrzeugs, eines HLF 20. Das werde schätzungsweise rund 400 000 Euro kosten: „Wenn wir Glück haben, auch ein bisschen weniger.“

In der Gemeinderatssitzung sagte sein Stellvertreter Wittlinger zu den Ausführungen von Kommandant Puppe: „Wir können froh sein, so eine schlagkräftige Feuerwehr im Ort zu haben.“ Der Gemeinderat beschloss anschließend denn auch einstimmig den Feuerwehrbedarfsplan.