2014 begann gleich mit viel Arbeit für die Feuerwehr. Nach einem Brand im Dezember 2013 war das Feuerwehrhaus in Illerrieden nicht mehr zu nutzen. Unter anderem wurde der Funkraum komplett zerstört. Beim Wiederaufbau brachte die Feuerwehr einen neuen Funkmasten an und ist nun auch für große Einsätze gewappnet. 620 Arbeitsstunden steckten die Freiwilligen in die Bestandsaufnahme und Renovierung ihres Hauses. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung am Samstag deutlich. Besonderes Lob für diese Arbeit erhielt die Feuerwehr von Bürgermeister Jens Kaiser. "Sehr respektabel" sei es, dass sie das Geld von der Versicherung für ihre Arbeitsstunden bei der Renovierung nicht für sich behielt, sondern es der gesamten Feuerwehr Illerrieden für zukünftige Anschaffungen spendete.

Die Renovierung war noch nicht ganz fertig, da hatte die Feuerwehr erneut Pech: Der Blitz schlug in das Haus ein und zerstörte Laptops und die Telefonanlage. "Dass wir bis im Spätherbst brauchten, bis Telefon und Internet wieder liefen, glaubt uns keiner", erzählte Feuerwehrkommandant Thomas Lambacher und benannte Monteure von Telekom und Kabel BW.

29 Einsätze sind im Bericht für die Gesamtfeuerwehr Illerrieden verzeichnet: fünf Brände in Illerrieden, fünf Einsätze im Raum Dietenheim, mehrere technische Hilfeleistungen und Fehlalarme und drei Tierrettungen. "Jedes Mal Katzen", stellte Lambacher lachend fest. Doch auch für diesen Fall ist die Feuerwehr mit Feuerwehrmann Simon Brugger bestens gerüstet, der ausgebildeter Baumkletterer ist. Im Moment hat die Feuerwehr Illerrieden 77 Aktive, 14 Jugendliche sowie 20 Mitglieder in der Altersabteilung.

Die Jugendfeuerwehr war im März erneut für das Funkenfeuer auf der Wangener Steige zuständig. Die Mitglieder werden weniger, berichtete Jugendfeuerwehrwart Christian Zimmer. Deshalb ist eine Kindergruppe im Grundschulalter im Gespräch. Die Arbeit mit Kindern ist den Feuerwehrleuten grundsätzlich wichtig. Mit Nachdruck arbeiten sie an der Brandschutzerziehung der Kindergartenkinder. Diese durften nicht nur im Rahmen des Ferienspaßes erleben, was die Aufgaben der Feuerwehr sind. Auch bei einer Schulung lernten sie alles über Brandschutz. Verantwortlich für die Brandschutzerziehung ist Christopher Hepner. Sein Engagement ist auch außerhalb der Gemeinde bekannt, sodass er zum Projektleiter für die Brandschutzerziehung im Alb-Donau-Kreis berufen wurde.

Eine Neuerung im Jahr 2014 war die Änderung des Führerscheins der Klasse C. Dieser kann von den Mitgliedern der Feuerwehr nicht mehr privat genutzt werden. Die Kosten werden nun von der Gemeinde übernommen. Auch die Abteilungsleiter blicken zurück. So fanden in Wangen 24 und in Illerrieden 25 Übungen statt. Kooperiert wurde mit der Feuerwehr in Regglisweiler sowie mit den Feuerwehren aus Schnürpflingen, Dietenheim und Staig. Und bei der Übung der Abteilung Dorndorf gab es zwar kleinere Startschwierigkeiten bei der Alarmierung per SMS, wie Abteilungskommandant Christian Bronner berichtete, gleichwohl konnten alle Brandnester gefunden und alle Personen "gerettet" werden.

Sechs Feuerwehrmänner haben sich laut Lambacher "besonders bewährt": Befördert wurden deshalb Christian Zimmer zum Löschmeister, Christian Regenbogen zum Oberfeuerwehrmann, Christian Bronner zum Oberbrandmeister sowie Dominik Beyermann, Maximilian Aubele und Lukas Mahle zum Feuerwehrmann. Robin Emslander wurde von der Jugendfeuerwehr in die Abteilung Illerrieden übernommen. Dem laufenden Jahr schaut der Feuerwehrkommandant positiv entgegen: "Wir sind guter Dinge, dass uns ruhigeres Fahrwasser bevorsteht."