Feldstetten Feldstetten feiert Dorfgemeinschaftshaus

Symbolische Schlüsslerübergabe im Feldstetter Dorfgemeinschaftshaus (von links): der Laichinger Bürgermeister Klaus Kaufmann, Ortsvorsteherin Elisabeth Enderle, die Architekten Matthias und Thomas Ott und Gunter Zimmermann, Abteilungskommandant der Feldstetter Wehr.
Symbolische Schlüsslerübergabe im Feldstetter Dorfgemeinschaftshaus (von links): der Laichinger Bürgermeister Klaus Kaufmann, Ortsvorsteherin Elisabeth Enderle, die Architekten Matthias und Thomas Ott und Gunter Zimmermann, Abteilungskommandant der Feldstetter Wehr. © Foto: Sabine Graser-Kühnle
SABINE GRASER-KÜHNLE 25.04.2016
Zahlreiche Bürger sind zur Eröffnung des Dorfgemeinschaftshauses in Feldstetten gekommen. Landtagsabgeordneter Karl Traub bezeichnete das Gebäude in der Ortsmitte als "neues Herzstück".

Die Voraussetzung dafür, dass in Feldstetten am Wochenende groß gefeiert werden konnte, hat der Laichinger Gemeinderat schon im Jahr 2013 geschaffen: Mit dem Beschluss zum Bau eines Dorfgemeinschaftshauses, in dem Platz für Feuerwehr und Ortsverwaltung ist. Gleichzeitig wurde das alte Rathaus, in dem die Feuerwehr eher schlecht als recht untergebracht war, dem Heimatverein überlassen. Im August 2014 war Spatenstich für den Neubau, der am Samstag feierlich eröffnet wurde.

Ortsvorsteherin Elisabeth Enderle erinnerte vor zahlreichen Gästen daran, dass in Feldstetten schon lange über Veränderungen für Feuerwehr und Ortsverwaltung beraten worden sei. Das bestätigte Stadtbrandmeister Gerhard Kölle: "Damals war eine Erweiterung am alten Rathaus angedacht - die Zeit hat für uns gearbeitet." Auch in finanzieller Hinsicht, wie Bürgermeister Klaus Kaufmann anmerkte. Denn von den knapp 1,9 Millionen Euro für den Neubau, hat die Stadt Laichingen etwa 1,6 Millionen selbst bezahlt. Kaufmann: "Heute wäre das wahrscheinlich nicht mehr möglich, Feldstetten hatte das Glück der günstigen Stunde."

Stellvertretender Landrat Heiner Scheffold lobte, dass in Feldstetten "alles idealst und vorbildlich für den gesamten Alb-Donau-Kreis zusammenkommt, was die Politik für die Entwicklung im ländlichen Raum anstrebt": die Mehrfach-Nutzung eines Gebäudes im Ortskern. An die Skeptiker gerichtet, die gegen den Bau geklagt und verloren hatten, sagte Scheffold: "Leben im Ort ist besser als ein toter Ort. Auch Bürgermeister Kaufmann griff kurz die Vorgeschichte auf und mahnte: "Jetzt muss es mal gut sein."

"Erfüllen Sie dieses neue Herzstück mit ihrem Herzblut", forderte Landtagsabgeordneter Karl Traub (CDU) die Feldstetter auf, und Jürgen Filius (Grüne) bezeichnete das Haus als "Kitt für die Dorfgemeinschaft". Dass sich viele Feldstetter offenkundig über den Neubau freuen, zeigte zum einen der Ansturm zu den Feierlichkeiten. Zum anderen kam die Zustimmung in der Spendenbereitschaft zum Ausdruck. Um den alten Dorfbrunnen sichtbar ins Dorfgemeinschaftshaus zu integrieren, waren 20 000 Euro gesammelt worden. Der Brunnen wäre sonst unter dem Neubau verschwunden.

Mit einem symbolischen Schlüssel übergaben die Architekten Thomas und Matthias Ott "die neue gute Stube Feldstettens" an die Stadt. Bei der anschließenden Besichtigung gab es viel Lob für die Planer, die zum Beispiel die Ähren des Feldstetter Ortswappens als Motiv für die Fensterblenden übernommen hatten.

Für die Feuerwehr stellte Abteilungskommandant Gunter Zimmermann zufrieden fest, das neue Gerätehaus sei bedarfsgerecht und mit modernster Technik ausgestattet.: "Wir gehen jetzt noch motivierter an unsere Aufgaben."

Dreifach Nutzung

Zahlen Von den 615 Quadratmetern Nutzfläche stehen der Feuerwehr 429 und der Ortsverwaltung 115 zur Verfügung. Der Dorfgemeinschaftsraum ist 71 Quadratmetergroß. Die Gesamtkosten von 1,89 Millionen Euro teilen sich so auf: 1,14 Millionen Feuerwehr, 322 000 Euro Verwaltung, 188 000 Euro Gemeinschaftsraum. Die Zuschüsse betragen 175 000 Euro fürs Feuerwehrwesen, 107 000 Euro für Dorfgemeinschaftsraum. Zudem wurde die Dorfmitte für 246 000 Euro ( ebenfalls mit Landeszuschüssen) aufgewertet.

SWP