Benefiz Evangelisches Jugendwerk gewinnt 24-Stunden-Kick

Blaubeuren / MARGOT AUTENRIETH-KRONENTHALER 13.07.2015
44 Spielerinnen und Spieler haben in Blaubeuren für den guten Zweck Fußball gespielt - von Samstag- bis Sonntagmittag. Nach 24 Stunden und 363 Tore stand das Evangelische Jugendwerk als Sieger fest.

Am Sonntagmittag kurz vor 12 Uhr haben die Spielerinnen und Spieler nochmal alles gegeben. Dann, nach fast 24 Stunden Fußball nonstop, dröhnte auf dem Plätzle im Blaubeurer Klosterhof der Countdown. Am Schluss waren 363 Tore gefallen. Das Evangelische Jugendwerk hat mit 217 Toren gegen das Evangelisch-Theologische Seminar mit 146 Toren gewonnen, zum vierten Mal in Folge.

Aber das Ergebnis war beim längsten Fußballspiel Deutschlands zweitrangig. Was zählte waren Teamgeist und Engagement für eine gute Sache. Gewonnen haben bei der 19. Auflage des sportlichen Events in Blaubeuren sowieso alle. Mehr als 17 000 Euro sind für ein Hilfsprojekt in Argentinien zusammengekommen.

Wieder galt: Je mehr Tore fallen, desto besser für das Hilfsprojekt. Sponsoren bezahlen für jedes Tor oder für gehaltene Bälle. Das Geld fließt in die lutherischen Kirchengemeinde Bariloche am Fuße der Anden, wo Projekte in einer Armensiedlung entstanden sind. In diesem Jahr sollen weitere Eigeninitiativen aus den diakonischen Projekten unterstützt werden. "Wer Familien helfen möchte, der muss den Frauen halfen", sagte Pfarrer Reiner Kalmbach aus Argentinien. Er betreut Projekte und unterhält enge Beziehungen zum Jugendwerk.

In Blaubeuren feierte man am Sonntag Philemon Schick aus der Seminar-Mannschaft als Torschützenkönig - mit 27 Treffern. Auch Karin Bezler vom Jugendwerk hat ein Tor geschossen. "Das war mein Ziel", sagte die 25-Jährige, die erstmals mitgespielt hat. "Es war grandios und supertoll. Die Nacht ging schneller vorbei als befürchtet", sagte sie. Ihre Beine waren zwar aufgeschürft, aber das gehöre dazu.

Jede Mannschaft hatte 22 Spieler, darunter je vier Frauen, aufgestellt. Regelmäßig wurde gewechselt, um Verschnaufpausen zu ermöglichen. Das Spiel und der Umgang miteinander blieb stets fair.