Feier Ettlenschieß weiht Aussegnungshalle ein

Durchdachte Artitektur: Die Aussegnungshalle in Ettlenschieß.
Durchdachte Artitektur: Die Aussegnungshalle in Ettlenschieß. © Foto: Julia Hawener
Ettlenschieß / Julia Hawener 04.12.2018

„Dieses Jahr erhält das Konzert des Posaunenchors einen besonderen Klang.“ Mit diesen Worten hat Pfarrer Roland Bühler am Sonntag in der Ettlenschießer Georgskirche die zahlreichen Besucher des alljährlichen Adventsmusik-Abends begrüßt. Einen besonderen Klang deshalb, weil die neue Aussegnungshalle eingeweiht wurde. Diese sei kaum zu übersehen, wenn man den „Ettlenschießer­ Highway“ in der Dorfmitte entlang fährt, scherzte der  Pfarrer.

Etwa 200 000 Euro haben die sechs Monate dauernden Umbauten gekostet, ein würdiger Ort, um in Ruhe Abschied zu nehmen, sei entstanden, sagte Bürgermeister Jochen Ogger über das neue Gebäude.

Einer Person lag das Projekt ganz besonders am Herzen: Architektin Maja Klinzer. Sie erklärte den Besuchern am Abend ihren bis ins kleinste Detail durchdachten Entwurf. Die Symmetrie der Halle soll beruhigend wirken, ein von hinten beleuchtetes Kreuz und ein von der Decke hängender Kreis als Symbol für die Ewigkeit schmücken den kleinen Raum und vergrößern ihn optisch. Im Osten und Westen sind jeweils Bleiglasfenster verbaut, mit den griechischen Symbolen für Anfang und Ende, Alpha und Omega, die je nach Sonneneinstrahlung dem Raum zusätzlich Farbe verleihen.

Der Posaunenchor unter der Leitung von Dirigent Hans Lohrmann zeigte zwischen den Reden eindrucksvoll sein Können. In ihrem vielseitigen Programm griffen die Musiker unter anderem mit „Jesus ist kommen“ das für die Aussegnungshalle wichtige Thema Anfang und Ende auf. An der Orgel beeindruckte Roswitha Clemenz sowohl als Begleitung, als auch als Solistin mit Motiven aus „Die Moldau“.

Mit ihrem gefühlvollen, raumerfüllenden Gesang, brachte Daniela Milz-Ramming, zusammen mit Pfarrer Bühler an der Gitarre, klangliche Abwechslung durch ihre Interpretationen von „In The Bleak Midwinter“ und „Jesus, Tender Shepherd, Hear Me“.

Posaunen, Pauke, Orgel und Gemeindegesang: Das eindrucksvolle musikalische Finale wurde mit großem Beifall belohnt, so dass noch eine Zugabe folgte. Zum Schluss dankte Pfarrer Bühler allen Besuchern und Mitwirkenden und lud zur Besichtigung der neuen Aussegnungshalle ein.

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