Heroldstatt Es besteht kein Handlungsbedarf

Heroldstatt / Jürgen Kühnemund 14.02.2019

Von Mai bis Dezember letzten Jahres waren die Handwerker auf der Kläranlage Heroldstatt zu Gange und nahmen umfangreichre sowie kostenintesive Unterhatungsmaßnahmen vor, die Bürgermeister Michael Weber in der letzten Sitzung des Gemeinderats mintutiös aufführte.

Schon allein die Leerung der beiden Becken schlug mit 10 300 Euro zu Buche. Und nachdem das Wasser erstmal weg war, zeigte sich Schaden um Schaden.  Der dickste Brocken war dabei eine defekte Rücknahmeschnecke im Nachklärbecken 1. Die neue Schnecke kostete allein 21 000 Euro. Aber auch die anderen Arbeiten subsummierten sich Stück um Stück, sodass am Schluss ein Betrag von 66 300 Euro stand.

Mängel am Beton

Im Zuge der Sanierung wurde auch die kiwa GmbH (Ismaning) mit Bestandsuntersuchungen am alten Belebungsbecken der Kläranlage beauftragt.  Das Gutachten flatterte dem Gemeinderat am Sitzungstag auf den Tisch und der Schlusssatz – „eine exorbitante Steigerung des Sanierungsaufwandes ist bis 2024 nicht zu erwarten“  –  begeisterte Werner Knehr: „Genau das ist das, was wir hören wollen“.

Nichtsdestotrotz fanden die Ingenieure Mängel an der Betonoberfläche des Klärbeckens aus dem Jahr 1982. Es gibt Rißbildungen und frostbedingte Absprengungen. Roststellen sind ebenfalls des öfteren auffindbar. Ein akuter Handlungsbedarf bestehe allerdings, laut kiwa, nicht.

Und die Ismaninger gehen in ihrer Stellungnahme gar noch weiter, erwarten bis zur nächsten anstehenden Routineuntersuchung im Jahr 2024 keine Verschlechterung der Bausubstanz.

Einen kleinen Wermutstropfen brachte zum Schluss Michael Keirat ins Gespräch. Die Routineuntersuchung in 2024 sei schon etwas mehr wie reine Routine. „Hier reden wir von einem Betrag um die 100 000 Euro“.

Um die Kosten im Klärbereich weiß auch Bürgermeister Michael Weber sehr wohl, erfreulich sei  aber zunächst, dass „wir die nächsten fünf Jahre Ruhe haben“.

Der Gemeinderat nahm die Ausführungen einstimmig zur Kenntnis.

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