Ehrenamt Ersinger Grundschüler besuchen die Feuerwehr

Wasser marsch! Besonders viel Spaß hatten die Schüler auf ihrem Ausflug bei der Spritzübung mit den Feuerwehrschläuchen.
Wasser marsch! Besonders viel Spaß hatten die Schüler auf ihrem Ausflug bei der Spritzübung mit den Feuerwehrschläuchen. © Foto: Grundschule Ersingen
Ersingen / Die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Ersingen 16.10.2017
Wie verhält man sich bei einem Brand? Was ist bei einem Notruf wichtig? Das haben Ersinger Grundschüler bei ihrem Besuch bei der Feuerwehr erfahren.

Als krönenden Abschluss zu unserem letzten großen Unterrichtsthema „Feuer und Feuerwehr“ in diesem Schuljahr besuchten wir Dritt- und Viertklässler die Freiwillige Feuerwehr Ersingen. Die beiden Feuerwehrmänner Matthias Remlinger und Johannes Greiff erklärten und zeigten uns alles ganz genau und beantworteten unsere vielen Fragen.

Die Aufgaben der Feuerwehr

Dass die Feuerwehr nicht nur Feuer löscht, sondern auch noch einige weitere wichtige Aufgaben erfüllt, erstaunte viele von uns. Löschen, retten, bergen und schützen – das sind die vier Aufgaben der Feuerwehr. In Filmen zeigte und erklärte Matthias Remlinger uns verschiedene Notsituationen, in denen die Feuerwehr mit diesen Aufgaben zum Einsatz kommt.

Niemals verstecken!

Anhand eines Miniaturhauses demonstrierte Feuerwehrmann Matthias Remlinger uns, wie sich Qualm und Rauch in einem Gebäude ausbreiten. Außerdem wurde uns erklärt, wie ein Rauchmelder funktioniert und wie wichtig dieser ist. Im Ernstfall können Rauchmelder Leben retten! Wir konnten sehr gut erkennen, dass sich der Rauch in einem Raum immer erst oben ausbreitet. Daher sollte man sich in einem verrauchten Raum immer unten am Boden aufhalten und versuchen hinauszukrabbeln, weil dort die Sicht und die Luft noch besser sind. Auf gar keinen Fall sollte man sich verstecken, weil man sonst von den Feuerwehrmännern nicht gefunden werden kann. Wenn Feuer und Rauch den Weg nach draußen versperren, sollte man die Tür schließen und abdichten, damit kein Rauch eindringen kann und am Fenster laut nach Hilfe rufen.

112 – Das Notruf-Telefonat

Im Feuerwehrhaus durften wir dann eine ganz besondere Übung durchführen. Jeder von uns sollte selbst einen Übungsnotruf absetzen. Zuvor klärten wir den Ablauf eines Notruf-Telefongesprächs und die wichtigsten W-Fragen, die beantwortet werden müssen: Wer ruft an? Wo ist es passiert? Was ist passiert? Warte auf Rückfragen! Dann war es soweit. Jeder sollte sich eine Notsituation überlegen, den Hörer des Übungstelefons in die Hand nehmen und die Notrufnummer 112 wählen. Wir waren zuerst total aufgeregt, aber alles hat super geklappt.

Wasser marsch!

Johannes Greiff erklärte und zeigte uns die Schutzausrüstung der Feuerwehrleute und das Einsatzfahrzeug. Wir durften uns die einzelnen Kleidungsstücke ganz genau anschauen und sogar hineinschlüpfen. Auch das Einsatzfahrzeug wurde sehr gründlich von uns erkundet. Dann kam der absolute Höhepunkt: Die Wasserschläuche wurden angeschlossen und es hieß „Wasser marsch!“. Wir alle durften mit den Feuerwehrschläuchen Wasser spritzen, was das Zeug hält. Bei der Hitze war das eine willkommene Abkühlung und wir hatten total viel Spaß dabei.

Zum Schluss gab es noch einen ganz besonderen Service: In kleinen Gruppen wurden wir mit dem Einsatzfahrzeug zurück in die Schule gefahren. Das war ein beeindruckender Lerngang, den wir alle ganz toll fanden!

Wie wird man Feuerwehrmann?

Ab elf Jahren ist es möglich, bei der Jugendfeuerwehr mitzumachen. Teamfähigkeit und Kameradschaft werden dabei großgeschrieben. Neben Löschübungen, Technischer Hilfe und Erster Hilfe gibt es auch ein großes Angebot an gemeinsamen Freizeitaktivitäten wie Bowling, Wasserfußball oder Kletterwaldaktionen.

Viele Schüler aus unserer Klasse sind seit dem Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Ersingen im wahrsten Sinne des Wortes „Feuer und Flamme“ für dieses Thema. Daher steht für einige Jungen und Mädchen jetzt schon fest, dass sie so bald wie möglich bei der Jugendfeuerwehr mitmachen wollen.