Energie Solarpark bei Berghülen-Bühlenhausen wird am 2. Juli eröffnet

10.000 Module sind verbaut worden im Solarpark am südlichen Ortsrand von Bühlenhausen.
10.000 Module sind verbaut worden im Solarpark am südlichen Ortsrand von Bühlenhausen. © Foto: Joachim Striebel
Umwelt-Staatssekretär Dr / Joachim Striebel 09.06.2017
Der Solarpark der ENBW bei Berghülen-Bühlenhausen wird am 2. Juli offiziell eröffnet.

Umwelt-Staatssekretär Dr. Andre Baumann ist der prominenteste Redner bei der offiziellen Einweihung des Solarparks der ENBW bei Bühlenhausen  am Sonntag, 2. Juli. Die Teilnahme des Staatssekretärs hat einen Hintergrund: Noch in seiner Funktion als Landesvorsitzender des Naturschutzbunds (Nabu) hatte er die ökologische Ausgestaltung mit geplant. „Er hat sich sehr dafür eingesetzt“, sagt Konrad Schwarzenbolz, Berghüler Ortsvorsitzender eines anderen Verbands, des BUND. Auch der war mit im Boot.

Die ENBW hatte, auch wegen des sich formierenden Widerstands im Ort, den 10 000 Photovoltaikmodule umfassenden Solarpark zum ökologischen Vorzeigeprojekt erklärt – mit Feldgehölzstreifen, Nisthilfen für den Feldsperling und einem Biotop für Eidechsen. Der rund um die Anlage gezogene  Zaun bietet einen Durchschlupf für Tiere. Konrad Schwarzenbolz hat schon mehrere Feldhasen auf dem Gelände entdeckt. „Auch die Vogelwelt nimmt das Areal an“, stellt Schwarzenbolz fest. Eidechsen waren noch nicht zu sehen. Die Reptilien kamen bis vor etwa drei Jahren in dem Gebiet südlich von Bühlenhausen vor und sollen sich wieder dort einstellen. Schwarzenbolz arbeitet in Absprache mit der ENBW und in Zusammenarbeit mit Landwirten an der Verbesserung des Eidechsen-Biotops. Lesesteine vom Acker werden mit dem Radlader und von Hand aufgeschüttet. In den Zwischenräumen finden die Tiere Unterschlupf. „Im Solarpark ist die Artenvielfalt größer als auf einem gewöhnlichen Feld“, meint der BUND-Vorsitzende. Die von der ENBW getragene Stiftung Energie und Klimaschutz hat für ökologische Maßnahmen mehr als 30.000 Euro bereitgestellt.

Gegner des Projekts hatten die Beeinträchtigung des Naherholungsgebiets und die Verschandelung der Landschaft als Argumente dagegen angeführt. Zudem zweifeln sie die Einschätzung der Behörden an, die den ehemaligen Auffüllplatz als Konversionsfläche ausweisen. Nur auf solchen, nicht etwa auf landwirtschaftlichen Flächen, dürfen Photovoltaik-Freianlagen gebaut  werden.

Natur-Führungen

Die neue Anlage mit einer installierten Leistung von 2,7 Megawatt, die rechnerisch rund 850 Haushalte mit Strom versorgen kann, ging schon im Februar ans Netz. Die Einweihungsfeier am 2. Juli beginnt um 11.30 Uhr, neben Andre Baumann sprechen Bürgermeister Bernd Mangold sowie Vertreter der ENBW, der Stiftung Energie und Klimaschutz und des ebenfalls am Projekt beteiligten Neckar-Elektrizitätsverbands. Konrad Schwarzenbolz bietet Führungen an. Mit besonderem Blick auf die Ökologie.

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