Erbach Erbacher Wälder bald gesperrt

SWP 06.09.2014
Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis lässt die Wälder im Raum Erbach kalken. Die Gebiete sollten in dieser Zeit möglichst nicht betreten werden.

In mehreren Waldstücken im Raum Erbach wird vom 10. September Kalk ausgebracht. Wie das Landratsamt Alb-Donau-Kreis mitteilt, wird der Kalk mit einem Hubschrauber verstreut. Die Waldgebiete sind währenddessen abschnittsweise gesperrt und sollten möglichst nicht betreten werden. Die Kalkung der Walddistrikte dauert bis Ende September.

Rund um Erbach sind es die Gebiete Brand, Mittelhart und Hau. Rund um den Ort Bach ist es der Distrikt Hirscheler. Durch die Kalkung entsteht keine gesundheitliche Gefährdung für Menschen und Tiere. Grund für die Sperrung einiger Felder ist die Verletzungsgefahr wegen eventuell herabfallende Kalkklumpen. Der Fachdienst Forst, Naturschutz des Alb-Donau-Kreises appelliert an Waldbesucher, die Sperrhinweise zu beachten und die betroffenen Waldgebiete nicht zu betreten. Imker werden gebeten, ihre Bienenvölker in diesem Zeitraum nicht in den genannten Wäldern aufzustellen. Wetterabhängig kann es zu zeitlichen Verschiebungen kommen.

Die Regenerationskalkung wird anschließend in den Waldgebieten der Gemeinden Beimerstetten, Dornstadt, Blaustein, Lonsee, Weidenstetten und Westerstetten fortgesetzt. Unter Naturschutz stehende Flächen mit Vegetation, die auf Kalkung sensibel reagieren könnten, werden dabei allerdings ausgespart.

Neuere Untersuchungsergebnisse zur Versorgung der Wälder mit Nährstoffen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg zeigen, dass die Waldböden in der Regel ausreichend bis gut mit Stickstoff versorgt sind, ergänzt der Fachdienst. Die Versorgung mit Kalium und Phosphor ist hingegen mangelhaft - eine Folge der Säureeinträge der letzten Jahrzehnte. Dem wird unter anderem mit Regenerationskalkungen zur Verbesserung der Waldböden gegengesteuert. Langfristiges Ziel ist es, die im Boden gespeicherten schädlichen Säuremengen abzubauen, um die Waldböden der Region dauerhaft zu regenerieren.

Info Fragen zur Kalkung beantwortet Jens Eleuther, Fachdienst Forst, Naturschutz im Landratsamt Alb-Donau-Kreis, Telefon: (0731) 185 1652.