Jede Menge alter CD und Disketten liegen auf dem Tisch in der EDV-Abteilung der Ehinger Volksbank. Die Datenträger werden nicht mehr gebraucht und jetzt vernichtet. Die Schüler Marina Dujmovic und Maximilian Heinz haben dies gestern übernommen - im Rahmen der landesweiten Aktion "Mitmachen Ehrensache" gestern am "Tag des Ehrenamts".

Mit ausgedienten Dingen hatte es auch Michelle Schnalzger im Landratsamt in Ulm zu tun: In der gemeinsamen Kfz-Zulassungsstelle des Alb-Donau-Kreises und der Stadt Ulm entstempelte sie Auto-Kennzeichen. Die 13-Jährige von der Karl-Spohn-Realschule Gerhausen sortierte auch Fahrzeugpapiere und hatte es am Schalter mit Kunden zu tun. "Mir hat es gefallen", sagte sie am Abend kurz vor 18 Uhr.

Sieben weitere Jugendliche arbeiteten in anderen Fachdiensten der Kreisverwaltung, in den Straßenmeistereien und der Schmiechtalschule, einer Schule für Kinder mit Behinderungen. Bei der Kranfirma Liebherr in Ehingen waren gleich 25 junge Leute im Einsatz. Einige halfen beim Einpacken der Geschenke für die heute stattfindende Rentnerfeier. In Munderkingen waren Schüler bei der Stadtverwaltung und in zwei Kindergärten tätig, in Schelklingen in der Stadtbücherei und bei der Elektronikfirma Keller und Böllinger.

Und das alles für den guten Zweck: Das erarbeitete Geld geht an verschiedene Jugendprojekte im ganzen Kreisgebiet, wie Landrat Heinz Seiffert, Schirmherr der Aktion, ankündigte. Ein Vergabegremium mit Jugendlichen und Vertretern der Jugendarbeit entscheide im kommenden Jahr über die genaue Verwendung der Mittel. Im Vorjahr waren im Kreis 35 000 Euro zusammengekommen. Damit seien 39 Projekte in der Jugendarbeit im Landkreis unterstützt worden, berichtete Josef Barabeisch, Sozialdezernent des Kreises. Damit war der Alb-Donau-Kreis sogar Spitzenreiter in Baden-Württemberg. Ungefähr 550 Arbeitsverträge zwischen Schülern und Unternehmen waren gestern beim Aktionsbüro im Sozialdezernat gemeldet. Das Landratsamt rechnet aber mit sehr viel mehr Schülern, die sich im Kreis beteiligen, zahlreiche Schulen hatten direkt Kontakt mit Betrieben aufgenommen. Das Aktionsbüro im Sozialdezernat des Landratsamts um Sonja Fahrenkamp und Thomas Schniederjan hatte im Vorfeld viele junge "Botschafter" in den Schulen ausgebildet, die für "Mitmachen Ehrensache" unter ihren Mitschülern geworben haben.