Alb-Donau-Kreis / HELGA MÄCKLE Der Alb-Donau-Kreis will 2018 mit dem Bau der Albrecht-Berblinger-Straße beginnen. Sie ist Teil eines Verkehrskonzepts im Ulmer Norden. Dazu gehöre auch die Lenkung des Verkehrs, so die Forderung im Kreistag.

Gut 1,7 Kilometer lang wird die Albrecht-Berblinger-Straße, die der Alb-Donau-Kreis von der Ulmer Gemarkungsgrenze bis zur Landesstraße 1239 Richtung Dornstadt bauen wird. Sie soll vor allem Dornstadt vom Verkehr des Containerbahnhofs und aus den Gewerbegebieten im Ulmer Norden entlasten. Bei drei Enthaltungen hat der Kreistag den Baubeschluss für die 3,44 Millionen Euro teure Straße gefasst. Wie in der Sitzung betont wurde, ist der Ausbau des Eiselauerwegs und dessen Verlängerung Teil eines umfassenden Verkehrskonzept.

Wie dabei der Stand der Dinge ist, erläuterte André Rahn vom Fachdienst Straßen. Demnach hat die Stadt Ulm den Ausbau des Eiselauerwegs auf ihrer Gemarkung bereits begonnen, dieser soll mit dem Autobahn-Doppelanschluss fertiggestellt werden. Das Planfeststellungsverfahren für den Umbau der Anschlussstelle läuft, Baubeginn ist im kommenden Jahr. Das Planfeststellungsverfahren für die West-Umfahrung von Beimerstetten wird voraussichtlich 2016 eingeleitet, das Regierungspräsidium als zuständige Behörde rechnet damit, dass Ende 2018 die Baugenehmigung vorliegt. "Es ist wichtig, dass alle drei in engem zeitlichen Zusammenhang kommen", sagte Landrat Heinz Seiffert. Die Raumschaft im Ulmer Norden trage "eine enorme Last für die gesamte Region". Zumal immer wieder über eine Erweiterung des Containerbahnhofs geredet werde - mit entsprechend mehr Lastwagen.

Vor allem die Kreisräte aus den betroffenen Gemeinden konnten dieser Aussage nur zustimmen. Marianne Prinzing (Grüne) allerdings schloss sich dem allgemeinen Lob nicht an: "Ich bleibe dabei, dass eine Umfahrung an der bisherigen Landstraße besser gewesen wäre." Der Verkehr müsse richtig gelenkt werden, damit die Lkw über die A 8 auf die A 7 fahren und nicht über Alb, um die Maut zu sparen. "Wir brauchen eine Tonnage-Beschränkung", sagte Prinzing.

Dass ein Verkehrslenkungkonzept wichtig ist, sagte auch Rainer Braig (FWV), Bürgermeister von Dornstadt. Er betonte aber, dass die Belastung für die Alb-Gemeinden deutlich höher wäre, wenn die drei Straßenbauprojekte nicht gebaut würden. "Und danach sah es auch mal aus." Nun, da alle drei festgezurrt sind, sollte man deren Bau abwarten. Braig: "Dann sieht man, wie wir die Verkehrsregelung so lösen können, dass die Gemeinden tatsächlich entlastet werden."

Kosten teilen sich Land, Kreis, Dornstadt und Beimerstetten

Die Straße Im Süden wird die neue Kreisstraße 7302, die Albrecht-Berblinger-Straße heißen wird, an einen Ast des sechsarmigen Kreisverkehrs der Autobahnanschlussstelle Ulm-West angeschlossen. Im Norden, an der Landesstraße 1239 von Dornstadt nach Beimerstetten, wird ein neuer dreiarmiger Kreisverkehr gebaut. Außerdem werden laut André Rahn von der Straßenbaubehörde zwei Anschlüsse an das Gewerbegebiet Himmelweiler der Gemeinde Dornstadt gebaut. Im Süden der Albrecht-Berblinger-Straße, entlang des Gewerbegebiets entsteht ein Geh- und Radweg, weiter nach Norden ein Wirtschaftsweg.

Die Kosten Insgesamt kostet die Straße 3,44 Millionen Euro. Dafür gibt es Geld aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. "Allerdings müssen wir bis 2019 mit dem Bau fertig sein", sagte Kämmerer Ulrich Keck. Die restlichen Kosten trägt zur Hälfte der Alb-Donau-Kreis: 785.000 Euro. Die andere Hälfte verteilt sich zu 15 Prozent auf die Gemeinde Beimerstetten, 35 Prozent auf Dornstadt, das zudem einen Anteil für den Anschluss ihrer Erschließungsstraße an die Berblinger-Straße bezahlen muss.