Verkehr Kritik: Auf Straße zur Kompostieranlage geht es eng zu

Langenau / Kurt Fahrner 15.04.2017

Wer zum Biomassehof und zur Kompostieranlage Langenau in den „Lindeschen“ Grüngut anliefert, sieht sich nicht selten chaotischen Verkehrsverhältnissen ausgesetzt. Auf dem engen Sträßchen entlang der Bahnlinie reiht sich Fahrzeug an Fahrzeug. Der Gegenverkehr der entleerten Fahrzeuge ist beschwerlich, weil überhängende Hecken auf der einen Seite und tiefe Schlaglöcher auf der anderen das Aneinander-Vorbeikommen risikoreich gestalten. Westlich der Kompostieranlage liegende Gewerbebetriebe, welche diesen Weg ebenfalls nutzen, haben ebenfalls Probleme.

Im Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) hat Stadtrat Herbert Böhm kürzlich auf Besserung gepocht. Er verlangte als Sofortmaßnahme zumindest den Rückschnitt der Hecken und die Ausbesserung der Straßenschäden. Bürgermeister Daniel Salemi musste aber voreilige Erwartungen bremsen. „Wir befinden uns mit der Zufahrt zu einem Großteil auf Privatgrund“, sagte er, so dass der Heckenrückschnitt für den Grundstückseigner nicht verbindlich gemacht werden könne. „Wir müssen froh sein, wenn der Besitzer uns mit dem Weg nicht zusätzlich einengt“, sagte der Bürgermeister. Auf der anderen Wegseite sei die Deutsche Bahn Grundstückseigner, sodass der Stadt mit Ausbesserungen die Hände gebunden seien. „Wir suchen nach Lösungen, aber die sind auf die Schnelle schwierig umzusetzen“, ließ Salemi wissen.

Eine Zu- und Abfahrt für die Kompostieranlage auf nördlicher Seite lehne der Maschinenring als Betreiber aus Gründen des Betriebsablaufs und Verkehrssicherheitl bisher ab, informierte Salemi weiter. Und Beigeordneter Christoph Schreijäg führte den Standort der Waage des Biohofs an, der die südliche Zufahrt erforderlich mache. Stadtrat Georg Henseler erachtete eine Entspannung der Verkehrssituation dann für erreichbar, wenn die Anlieferung von Grüngut, die bisher in Menge von Pkw-Anhängern umsonst ist, kostenpflichtig werde. Dann würden sich die Anlieferungen reduzieren, aber andere Probleme auftun wie etwa wilde Ablagerungen von Grüngut. kf