Hörenhausen Eltern packen am Spielplatz an

Bei gutem Wetter fertiggestellt und jetzt freigegeben: Die Elterninitiative kümmert sich schon seit 30 Jahren vorbildlich um einen Kinderspielplatz in Hörenhausen.
Bei gutem Wetter fertiggestellt und jetzt freigegeben: Die Elterninitiative kümmert sich schon seit 30 Jahren vorbildlich um einen Kinderspielplatz in Hörenhausen. © Foto: Clemens Schenk
Hörenhausen / Clemens Schenk 04.12.2018

Schon dreißig Jahre zeigt eine Elterninitiative in Hörenhausen großes bürgerschaftliches Engagement, indem sie in den Neubaugebieten Hofäcker, Steinäcker und Brünnele einen Kinderspielplatz geschaffen hat und ihn seitdem mit viel Liebe und Engagement hegt und pflegt. 2017 haben die Gemeinde Schwendi und viele Eltern den Kinderspielplatz wieder mit viel Aufwand und vielen neuen Ideen auf den neuesten Stand gebracht. Nachdem vom Bauhof die letzten Arbeiten ausgeführt wurden, steht der runderneuerte Spielplatz nun allen Kindern und Jugendlichen zu deren großer Freude wieder zur Verfügung.

Bürgermeister Günther Karremann ist begeistert und voll des Lobes für das neu Geschaffene: „Eine grandiose Gemeinschaftsleistung von Eltern und Bauhof“, zeigte er sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Auch sieht er durch die Beteiligung der Eltern die beste Gewähr dafür, „dass der Spielplatz mit den Spielgeräten pfleglich gehegt und behandelt wird“. „Wir stellen Geld und Material gerne zur Verfügung, wenn durch ehrenamtliches Engagement Positives geschaffen wird.“ Vor mehr als 30 Jahren hatte sich die Elterninitiative „Kinderspielplatz Hofäcker“ unter der Führung von Hans Ertle und seinem „Mitstreiter“ Eugen Laupheimer gegründet, unterstützt von 15 bis 20 Frauen und Männern aus den anliegenden Familien. Die Eltern in den Neubaugebieten waren der Meinung, „für unsere Kinder brauchen wir einen Kinderspielplatz“. Die Gemeinde Schwendi machte gleich mit und stellte einen Bauplatz mit Strom- und Wasseranschluss zur Verfügung.

Firmen wurden von der Elterninitiative um Spenden von Material und Geld angesprochen. Auch wurden „Spielplatzfeste“ durchgeführt, an denen das ganze Dorf teilnahm und deren Erlöse der „guten Sache“ dienten. Nach und nach wurden Spielgeräte angeschafft bis zur kompletten Ausstattung. Eine Riesenrutsche mit sieben Metern Länge wurde selbst gebaut. Mit Seilbahn, Schiffschaukel, Drehkarussell, Sandgruben und Schaukeltieren war der Spielplatz komplett.

Auch die Gemeinde beteiligte sich an der Fertigstellung. Mit einem großen Einweihungsfest mit der Musikkapelle Hörenhausen und Weihe durch den damaligen Pfarrer wurde der Spielplatz im August 1988 seiner Bestimmung übergeben. „Die bis zu 30 Kinder aus 15 Familien hatten damals und bis heute viel Freude und Spaß an ihrem Spielplatz, einem wirklichen Schmuckstück“, erinnert sich Hans Ertle. Mit  dem Erlös der von der Elterninitiative durchgeführten Feste wurden in den folgenden Jahren der Unterhalt und die Reparaturen finanziert. Die Gemeinde übernahm das Rasenmähen und die Pflege der Sträucher.

TÜV hatte beanstandet

Nachdem der jährliche TÜV bei der Abnahme zuletzt einiges beanstandet hatte, war klar: Der Spielplatz muss komplett renoviert und auch auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Die Gemeinde übernahm die Finanzierung und ließ die Arbeiten über den Bauhof ausführen. Mit Unterstützung der Eltern wurden Geräte wie Seilbahn, Rutschenturm und Schaukel angeschafft, Wippschaukel und Sandgrube erneuert und der alte Rutschenturm zur gemütlichen Spielhütte umgebaut. Auch wurde die Umzäumung repariert und erneuert. Ortsbaumeister Peter Gauß ist voll des Lobes über die „sehr gute Zusammenarbeit mit der Elterninitiative, das hat prima, ja bestens, funktioniert“. So sieht es auch Ortsvorsteher Wolfgang Thanner, der froh ist, „dass der Spielplatz, nachdem mancher sich auch auf anderen Spielplätzen umgesehen hatte und prüfte, was gut und nützlich ist, so prima auf den neuesten Stand gebracht wurde“.

Mit einem Fest mit Spielen, Go-Kart-Rennen und Tuk-Tuk-Fahrten wurde schließlich der Abschluss der Renovierungsarbeiten gefeiert. Der Spielplatz wird sehr gut angenommen und ist stark frequentiert, sogar Schulklassen aus anderen Gemeinden kommen zum Spielen. Und Kinder, die sich vor dreißig Jahren als Kinder über den Spielplatz freuten, bringen sich jetzt als Eltern wieder ein.

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