Wirtschaft Elektrotechnik Strobl wächst

Besuch bei Elektrotechnik Strobl: Heinz Zeiher, Walter Haimerl, Michael Strobl, Ronja Kemmer und Betriebsleiter Andreas Fischer (von links).
Besuch bei Elektrotechnik Strobl: Heinz Zeiher, Walter Haimerl, Michael Strobl, Ronja Kemmer und Betriebsleiter Andreas Fischer (von links). © Foto: Lothar Sobkowiak
Schelklingen / Lothar Sobkowiak 31.08.2018

Bei Elektro-Strobl in Schelk­lingen ist die Auftragslage gut – so gut, dass Inhaber Michael Strobl eine Erweiterung zu seinen bisherigen zwei Standortein in der Stadt plant. Dies hat die CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer gestern beim Besuch erfahren. Mit ihr waren Bürgermeister Ulrich Ruckh, Kreistagsabgeordneter Walter Haimerl sowie Heinz Zeiher vom CDU-Stadtverband bei Strobl.

Strobl ist Gesellschafter bei fünf Unternehmen, berichtete er, und arbeite an einigen Projekten. Eines befasse sich mit einer energiesparenden Straßenbeleuchtung, deren höhere Kosten von „höchstens 20 Prozent“ in wenigen Monaten amortisiert seien. Ein Feldversuch dazu sei abgeschlossen, Kommunen erhielten in den nächsten Monaten Angebote, auch für neue Baugebiete.

Weitere Entwicklungen im IT-Bereich seien bei Strobl in der Erprobungsphase und könnten schon im kommenden Jahr zum Verkauf anstehen. In Asien habe der Schelklinger Unternehmer gute Kooperationspartner für die Produktion.

Strobl erziele mit seinen einzelnen Unternehmen jeweils drei bis fünf Millionen Euro Jahresumsatz. Dies verpflichte den Betrieb mit seinen mittlerweile 96 Mitarbeitern zu qualifizierter Arbeit. Doch es fehle der Nachwuchs. Derzeit stehen acht Ausbildungsplätze zur Verfügung, von denen nur vier besetzt seien. Auch Flüchtlinge oder Bewohner des örtlichen  Konradihauses seien willkommen. Strobl habe gute Erfahrungen gemacht, vor allem mit einem jungen Mann aus Eriträa.

„Mittelstand benachteiligt“

In diesem Zusammenhang bemängelte Ronja Kemmer einen „unverständlichen“ Abschiebemodus von Personen, die vor allem sprachlich fit sind und Arbeit haben. Strobl wünscht sich eine bessere Vermittlung und Unterstützung der Firmen und bemängelte auch fehlende finanzielle Unterstützung seitens der Politik: Größere Unternehmen seien besser gestellt als kleinere. Deprimiert sei er, wenn er als Mittelständler benachteiligt werde.

Bürgermeister Ulrich Ruckh hatte ein Lob für den Mittelstand: Dieser denke nachhaltig und sei für die Gemeinde überlebenswichtig, sagte er und stimmte damit Ronja Kemmer zu.

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Millionen Euro beträgt der Jahresumsatz der einzelnen Unternehmen, bei denen Michael Strobl als Gesellschafter beteiligt ist.

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