Mit satter Geschwindigkeit fährt das Löschfahrzeug vor das Staiger Feuerwehrgebäude. Blaulicht und Martinshorn signalisieren Gefahr: Ein Fahrzeug ist in Brand geraten. Türen fliegen auf, Feuerwehrleute rollen Schläuche aus und docken daran einen Kanister mit Schaummittel an. Als der Einsatzleiter den Befehl "Wasser marsch!" gibt, schießt ein dicker Schaumstrahl aus der Spezialdüse. Binnen Sekunden ist der Pkw mit Schaum eingehüllt, keine zwei Minuten dauert es und das Feuer ist erstickt. Flammen und Rauch waren in diesem Fall nicht wirklich zu sehen, handelte es sich doch um eine Schauübung der Jugendfeuerwehr und beim Objekt um einen neuen VW Golf. Auch war kein Löschschaum im Einsatz, sondern handelsübliches Waschmittel, erläuterte Kommandant Michael Haag den Zuschauern.

Die Staiger waren recht zahlreich zum Brandschutztag gekommen, den die Feuerwehr alle drei Jahre durchführt. Zum einen gibt es dort viele Informationen, wie Hausbesitzer sich vor einem Unglück schützen können. Etwa mit Rauchmeldern - "ein Muss", riet Hubert Birk - und funktionstüchtigen Feuerlöschern. Die Gefahr von Hausbränden sei nicht zu unterschätzen, sagte Birk. Denn nach jahrelangem Rückgang nähmen diese wieder zu, nicht zuletzt wegen der verschiedensten Elektrogeräte. Viele davon seien rund um die Uhr eingeschaltet, zum Beispiel Geräte für drahtlose Netzwerke, und stellten damit eine latente Gefahrenquelle dar.

Der Aktionstag diente auch dazu, das Können der Aktiven und der Jugend zu demonstrieren. In Zusammenarbeit mit der DRK-Ortsgruppe Dorndorf wurde ein "verunglückter" Fahrer geborgen, ein Fettbrand gelöscht und ein in Flammen stehendes Holzhäuschen. "Das geht ja ruckzuck", meinte ein Zuschauer bewundernd, als nur noch Rauch aus dem Objekt kräuselte. Filmvorführungen, Frühdefibrillation bei Herzstillstand, eine Spielstraße, Übungen für Jedermann mit dem Feuerlöscher und "Technik zum Anfassen" ergänzten das Programm.