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Der Ulmer Dekan Ernst-Wilhelm Gohl setzt den neuen Erbacher Pfarrer Frank Esche (rechts von ihm)  in sein Amt ein.
Der Ulmer Dekan Ernst-Wilhelm Gohl setzt den neuen Erbacher Pfarrer Frank Esche (rechts von ihm) in sein Amt ein. © Foto: Franz Glogger
Erbach / Franz Glogger 30.07.2018

Schon bevor die Investitur von Erbachs neuem evangelischen Pfarrer Frank Esche am Sonntag begann, kamen der 56-Jährige und die Vertreter der Kirchengemeinde mit dem Händeschütteln kaum nach. In der Erlöserkirche stellten sich Bürgermeister Achim Gaus ein, der katholische Pfarrer Joachim Haas, Kollege Gunther Wruck aus Ersingen, Vertreter der Feuerwehr – alle hießen den Neuen willkommen und gratulierten zur Neubesetzung der Stelle. Vorgängerin Dorothee Schieber hatte die Stelle von 2015 bis 2017 inne.

Die katholische Kirchengemeinde St. Martinus verlegte gar ihren Gottesdienst in die Erlöserkirche, wofür sich der Ulmer Dekan Ernst-Wilhelm Gohl besonders bedankte. Er hob die Verdienste des Kirchengemeinderats hervor, namentlich der Vorsitzenden Helga Pentz. Sie habe aus ihrem Ehrenamt einen „Vollzeit-Job“ gemacht, geholfen, die Zeit der Vakanz zu überbrücken.

Esche selbst hielt sich bei seiner Vorstellung damit zurück, was er in Erbach vorhat, und beließ es bei einigen Eckpunkten. Er ist verheiratet, freut sich auf die Zusammenarbeit mit seinem katholischen Kollegen Joachim Haas, mit dem er bereits zwei ökumenische Gottesdienste vereinbart habe und auf seine Tätigkeit am Schulzentrum. Die Arbeit mit Schülern habe er in seiner vorigen Pfarrstelle Geislingen-Altenstadt für sich besonders entdeckt. Weiter habe er ein Faible für Südamerika, besonders für Peru, wo er nach dem Studium ein halbes Jahr in einem Armenviertel gearbeitet habe. Derzeit absolviert dort seine volljährige Tochter ein soziales Jahr.

Tiefer blicken ließen die Zeugen der Investitur der geschäftsführende Pfarrer des Kirchenbezirks Geislingen Tobias Kaiser und sein Kollege und Freund Fritz Lübke. Gerne hätte er Esche dabehalten, sagte Kaiser. Aber nachdem Esche nun hier ist, würden die Erbacher schnell merken, was ihnen bislang gefehlt hat. Lübke meinte mit Bezug auf die Kochleidenschaft des neuen Pfarrers, dass dieser sich nicht so leicht „die Suppe versalzen lasse“, aber auch einer sei, mit dem man ein für alle Seiten bekömmliches Menü anrichten könne.

Es folgten die Verpflichtung durch Dekan Gohl und Grußworte, in denen Esche willkommen geheißen und ihm die Hand für eine gute Zusammenarbeit gereicht wurde. Wie schon vor und während des Gottesdienstes war auch beim Stehempfang eines spürbar: Erbach freut sich auf den Neuen.

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