Konzert Eine Perlenkette der Melodien

Gute Unterhaltung im Alten Rathaus: Die Sängerinnen von „Achord“ traten zur Stunde der Kammermusik auf.
Gute Unterhaltung im Alten Rathaus: Die Sängerinnen von „Achord“ traten zur Stunde der Kammermusik auf. © Foto: Christina Kirsch
Laichingen / Christina Kirsch 08.10.2018

„Ich freue mich, dass so viele Leute würdigen, was in Laichingen im Bereich des Vokalen passiert“, meinte Volker Hausen zur Begrüßung in der „Stunde der Kammermusik“ im Alten Rathaus. Tatsächlich mussten sogar noch Klappstühle herbei geschafft werden, um mehr als 120 Fans des ambitionierten Frauenchors „Achord“ eine Sitzgelegenheit zu bieten. Das Format hat schon Tradition: „Nächstes Jahr wird die Stunde der Kammermusik 25 Jahre alt“, sagte Mitbegründer Hausen, der zu Beginn auch der verstorbenen Gründerinnen gedachte.

Mit munteren Ansagen, die sich die Sängerinnen untereinander aufteilten, führte der Frauenchor des Gesangvereins Frohsinn Laichingen in einen Liedreigen ein, der ungewöhnlich und traditionell, flott und wehmütig, lebendig und manchmal überraschend war. „Wir haben eine außergewöhnliche Perlenkette geknüpft“, meinte eine Sängerin. Ein Madrigal aus der Renaissance von Thomas Morley gehörte genau so dazu wie vertonte Gedichte von Joachim Ringelnatz oder ein absichtlich in die Irre führender Satz des Volkslieds „Ein Männlein steht im Walde“. Die besungene Hagebutte passe ebenso gut zum beginnenden Herbst wie das chinesische Traditional  „Leis weht der Wind“, erklärten die Sängerinnen, die die fernöstliche Melodie summend begannen.

Unter der professionellen Leitung von Christine Menge intonierten die Frauen das Lied „Abschied“ nach einem Gedicht von  Heinrich Heine und gaben dem Reh von Joachim Ringelnatz „einen ganz kleinen Stips – und da war es aus Gips“.

Nach einer Verschnaufpause für den Chor und das Publikum gackerten sich die Damen durch „Ich wollt ich wär’ ein Huhn“, bei dem die Solistinnen den Text sangen und die anderen Damen flügelschlagend ein Ei nach dem anderen legten. Eine besondere Perle des Konzerts kam schwarz und aromatisch daher: Es war die Kaffeebohne in „Java Jive“, die sich zu den besungenen Rosen und Glühwürmchen am Schluss gesellte. Begeisterter Applaus beendete ein kurzweiliges Konzert.

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