Der Ehinger Imkerverein bekommt in diesem Jahr im Rahmen des Förderprogramms „Biosphären­gebiet Schwäbische Alb“ insgesamt 13.473 Euro an Zuschüssen für einen Bienenerlebnispfad. Das teilt das Regierungspräsidium Tübingen mit. Demnach kostet das Projekt des Imkervereins insgesamt 23.704 Euro.

Der Bienenpfad ist eines von insgesamt 26 nachhaltigen Projekten, die heuer im Rahmen des Programms gefördert werden. Zu­schüsse in Höhe von insgesamt rund 246.000 Euro stoßen so Investitionen von knapp 400.000 Euro an. Der Beirat des „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“-Vereins hat sich in diesem Jahr im Sitzungssaal des Schelklinger Rathauses getroffen, um über die geförderten Projekte zu entscheiden – es wurden alle Anträge bewilligt, heißt es vom Regierungspräsidium Tübingen.

Gefördert werden Projekte in den Kategorien „Nach­haltige Regionalentwicklung“, „Historisch-­kulturelles Erbe“, „Biodiversität und Forschung“ sowie „Öffentlichkeitsarbeit“. Der Bienenerlebnispfad gehört zum ebenfalls aufgenommenen Feld „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ – ebenso wie der Heckenerlebnispfad in Münsingen-Apfelstetten. Für diesen gibt es einen Zuschuss von rund 6.000 Euro.

Die im Rahmen des Programms zur Verfügung stehenden Mittel werden in der Förderrunde 2018 voll ausgeschöpft. Es gibt in diesem Jahr sogar eine höhere Nachfrage nach Fördergeldern, sodass vier Projekte aus dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg finanziert werden.

„Es freut uns, dass die Zahl der Förderanträge in diesem Jahr auf ein sehr hohes Niveau angestiegen ist“, wird der stellvertretende Vereinsvorsitzende Mike Münzing in der Mitteilung zitiert. Er hatte den Vorsitz der Beiratssitzung in Schelklingen übernommen. Das zeige, dass es im Bio­sphärengebiet Schwäbische Alb vie­le Akteure gebe, die mit innovativen und kreativen Projekten die Idee einer nachhaltigen Regionalentwicklung vorlebten.

Seit 2008 können Kommunen, Vereine, Interessengemeinschaften oder auch Privatpersonen einen Antrag zur finanziellen Unterstützung einer Idee beim Förderprogramm „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ stellen. Für die Förderrunde 2019 muss der Antrag bis spätestens 15. November 2018 eingegangen sein.

Die Entscheidung, ob ein Projekt gefördert wird oder nicht, trifft schließlich der Beirat des Vereins. Das 32-köpfige Gremium setzt sich aus Vertretern der Kommunen, Vereine und Verbände zusammen. Ehe die Projekte dem Beirat zur Entscheidung vorgelegt werden, prüfen die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb sowie das Regierungspräsidium Tübingen und die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg die eingegangenen Anträge noch auf ihre Eignung.

200 000 Euro stehen jährlich zur Verfügung


Gebiet Das Förderprogramm „Bio­sphärengebiet Schwäbische Alb“ erstreckt sich auf ein 85 300 Hektar großes Gebiet bestehend aus 29 Städten und Gemeinden.

Mittel Jährlich stehen in der Regel 200 000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Seit 2008 wurden im Rahmen des Programms insgesamt mehr als 2,45 Millionen Euro an Zuschüssen vergeben.