Biosphärengebiet Drei Monate Unterstützung für das Biosphärenzentrum-Team

Umweltpraktikant Martin Haas mit Sascha Rebmann von der Commerzbank (links) und Tobias Brammer (rechts) vom Biosphärenzentrum.
Umweltpraktikant Martin Haas mit Sascha Rebmann von der Commerzbank (links) und Tobias Brammer (rechts) vom Biosphärenzentrum. © Foto: Reiner Frenz
Auingen / Reiner Frenz 31.08.2018
Martin Haas studiert im fernen Göttingen an der Georg-August-Universität Ökosystemmanagement. Er hat im Biosphärenzentrum ein Praktikum absolivert.

Martin Haas studiert im fernen Göttingen an der Georg-August-Universität. Ökosystemmanagement lautet das Fach, das sich der junge Mann ausgesucht hat, mit Bedacht, hat er doch zuvor eine Ausbildung als Landwirt absolviert. „Mir ist ein sinnvolles Miteinander von Mensch und Natur ein wichtiges Anliegen“, sagt er. Und dafür stehe das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, in dessen Geschäftsstelle er drei Monate lang ein Praktikum absolviert hat.

Auf der Suche nach Alternativen

Wie kommt ein Niedersachse auf die Alb: „Meine Eltern stammen aus Stuttgart und Wiesensteig, sind also echte Schwaben“, sagt er. Der Bezug zur Alb sei für ihn immer vorhanden gewesen. Mit seiner Bewerbung im Biosphärenzentrum lag er jedenfalls goldrichtig, wie Tobias Brammer, der die Praktikanten des Biosphärenzentrums betreut, berichtet. „Wir hatten zuletzt einige Themen im landwirtschaftlichen Bereich zu bearbeiten, so dass es uns nicht schwer fiel, den Platz an Martin Haas zu vergeben“. Was er tatsächlich zu tun hatte, davon berichtet Haas. Da war der Start des Projekts „Bienenstrom“. Dafür organisierte er im Vorfeld ein Treffen mit Landwirten, Verbänden, der Landwirtschaftsverwaltung und den Stadtwerken Nürtingen. Die Biogaslandwirte mit ihrem großflächigen Maisanbau seien ein Teil des Problems Insektensterben. Und diese wüssten auch von ihren Imageproblemen, seien auf der Suche nach Alternativen zum Mais, erklärt Haas. Beim Bienenstrom-Projekt wird der Minderertrag, den die mehrjährigen Blühmischungen gegenüber dem Mais erbringen, ausgeglichen, indem ein Cent je Kilowattstunde von den Verbrauchern für die Ökologie gezahlt wird.

Veranstaltungen organisiert

Haas organisierte weitere Veranstaltungen und Treffen, darunter eines auf einem Feld oberhalb von Indelhausen, das jetzt Teil des Bienenstrom-Projekts geworden ist. Der Fachmann, der die Blühmischung entwickelt hat, erläuterte die Vorzüge. Zunächst wachsen Sonnenblume, Malve und Buchweizen, die in geplanter Sukzession Rainfarnen, Beifuß oder Eibisch weichen, womit eine gebüschartige Struktur entsteht, die Lebensraum für viele Käfer und Vögel ist, wie Haas erklärt.

Für den Studenten war es interessant zu erfahren, mit welchen Akteuren das Biosphärengebiet zusammenarbeitet. „Überall kommen Leute zusammen, die sich Gedanken über die Zukunft hier machen.“ Zugleich war die Arbeit in einem Büro für den gelernten Landwirt eine neue Erfahrung. Haas dankt Brammer und dessen Kollegen für das „sehr gut organisierte Praktikum“. Die Commerzbank hatte das Berufspraktikum ermöglicht.

Nach Martin Haas ist nun Amelie Baur neue Praktikantin im Biosphärenzentrum. Sie studiert Sporttourismus und Erholungsmanagement in Köln, wird ihren Schwerpunkt also eher im touristischen Bereich haben. „Das passt ausgezeichnet zum Thema Premiumwanderwege, das wir gerade bearbeiten“, meint Tobias Brammer.

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Seit 28 Jahren ist die Commerzbank Sponsor

Praktikanten Unterstützt wird das Umweltpraktikum von der Commerzbank bereits seit 28 Jahren. Dabei stellt die Bank jährlich rund 50 Praktikantinnen und Praktikanten deutschlandweit in mehreren Schutzgebieten finanzielle Unterstützung zur Verfügung und zahlt Taschengeld. Mehr als 1800 Studierende konnten bisher das praktische Semester in einem Nationalpark, Biosphärengebiet oder Naturpark verbringen. Dazu zählt auch ein einwöchiges Einführungsseminar aller Umweltpraktikanten im Nationalpark Bayerischer Wald.

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