Sicherheit Dramatik pur

Sieht  realistisch aus, ist aber nur eine Übung.
Sieht  realistisch aus, ist aber nur eine Übung. © Foto: Franz Glogger
Beimerstetten / Franz Glogger 17.04.2018

Diese Maiausfahrt endete böse. Als der Traktor mit einem Anhänger voller Menschen in die Beimerstetter Bahnhofstraße einbog, wurde er von einem Auto gerammt. Beide Fahrzeuge kamen von der Straße ab. Im Auto wurden zwei Frauen schwer verletzt eingeklemmt, der Traktor rammte ein Haus, wodurch in einer Werkstatt Feuer ausbrach. Wo man hinschaute Verletzte, im Haus Vermisste und auf dem Balkon Menschen, die von Flammen eingeschlossen waren. Das war die Annahme für die Hauptübung der Feuerwehr Beimerstetten am Samstag.

Im Minutentakt trafen Rettungsfahrzeuge ein. Als erstes die Beimerstetter Wehr mit dem Tanklöschfahrzeug. Es folgten die Kameraden aus Bernstadt, Breitingen, Holzkirch und Westerstetten, die Führungsgruppe Amstetten/Westerstetten sowie Rot-Kreuz-Helfer aus Weidenstetten und Ulm. 100 Männer und Frauen waren binnen kurzer Zeit am Versorgen von Verwundeten, am Löschen und Retten.

Besonders schwierig war es, die eingeklemmten Frauen aus ihrem Auto zu befreien. Während die Fahrerin durch die Tür geholt werden konnte, musste für die Beifahrerin das Dach des Wagens abgetrennt werden. Mit geübten Handgriffen wurden Scheiben entfernt und Metallteile mit der Rettungsschere durchtrennt. Eine gute Viertelstunde dauerte die Aktion – in dieser Zeit blieb eine DRK-Helferin zur Beruhigung ständig bei der Verletzten. Währenddessen bekamen die Einsatzkräfte den Schwelbrand unter Kontrolle, die Ausflügler wurden versorgt und die Menschen vom Balkon gerettet. Etwa 80 Zaungäste hatten die Übung aus sicherem Abstand verfolgt und applaudierten.

Kommandant Ulli Puppe war mit dem Ablauf des Großeinsatzes zufrieden: „Kleinigkeiten passieren immer. Aber deswegen üben wir ja.“ Besonders beeindruckt habe ihn die reibungslose Bildung von Einsatzabschnitten. Der Einsatz von fünf Wehren sei Alltag. Um vor allem tagsüber ausreichend Kräfte zur Verfügung zu haben, hätten die  fünf Gemeinden vor zehn Jahren vereinbart, künftig zusammen zu üben. „Das hat sich sehr gut bewährt.“

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