Tanzen Disco-Fox und Pendelschritt im Crashkurs

Der Disco-Fox klappt schon ziemlich gut.
Der Disco-Fox klappt schon ziemlich gut. © Foto: Patrick Fauß
Göttingen / Patrick Fauß 18.06.2018

Schnell tanzen lernen für Hochzeiten, Fasching und andere „Notfälle“: Beim Crash-Tanzkurs bringt Tanzlehrerin Edith Maria Moldering in zwei Doppelstunden den Tänzerinnen und Tänzern im Göttinger Zehntstadel die wichtigsten Grundschritte bei. Sieben Paare haben sich zu dem Kurs angemeldet, darunter auch Alexander Stöckle aus Langenau und seine Partnerin Susanne Schuster aus Pfuhl. „Für eine Hochzeit, aber auch zur Auffrischung“, wie sie erzählen.

Los geht es mit dem Walzer. Insbesondere für Hochzeiten (Brautwalzer!) eine wichtige Sache. „Wir müssen den Tanz fühlen“, betont die Tanzlehrerin. Sie ergänzt, dass anfangs naturgemäß alles erst einmal über den Kopf läuft: Wohin mit den Füßen? Und den Takt nicht vergessen! Mit konzentrierten Blicken nehmen die Tanzschüler die rhythmische Herausforderung an. Der langsame Walzer werde auch gerne auf Turnieren mit unterschiedlichsten Figuren getanzt – im Crashkurs sind diese jedoch höchstens Nebenthema.

Beim schnelleren Wiener Walzer verwendet Edith Maria Moldering viel Zeit auf den so genannten Pendelschritt. Er bildet die Pause zwischen den Drehungen. Die Paare pendeln also, was bei allen ganz gut klappt. In der Drehung jedoch verlieren die meisten wieder die Übersicht. „Der Walzer ist ein toller Tanz, aber anfangs etwas mühsam“, erklärt die Tanzlehrerin. „Zu Hause üben“, lautet deshalb ihr Rat.

Beim Foxtrott, nach Meinung von Alexander Stöckle der schwierigste Tanz an diesem Abend, werden dann die Partner getauscht. „Manchmal funktioniert es besser mit einem Partner, den man nicht so gut kennt“, meint die Edith Maria Moldering. Tatsächlich scheinen einige der neu zusammengewürfelten Tanzpartner gut miteinander zu harmonieren. „Er führt, sie folgt“, mahnt die Tanzlehrerin die klassische Aufteilung der Geschlechterrollen an.

Zum Schluss kommt noch die Allzweckwaffe: der Disco Fox. Einige Paare scheinen ihn schon etwas zu können. Oder der Tanz fällt den Teilnehmern so leicht, dass ihn alle schnell beherrschen. Auf jeden Fall klappt es bei allen Paaren ziemlich gut, die Tanzlehrerin muss kaum erklärend eingreifen.

Damit enden die ersten beiden Crashkurs-Stunden in guter Stimmung. „Eingeübt und gefestigt“ werde das alles in der nächsten Doppelstunde, kündigt Edith Maria Modering an. Bis dahin könnten die Paare das Gelernte zuhause aber noch vertiefen. Schließlich soll später auf Tanzfläche weniger gedacht und mehr vom Tanz gefühlt werden.

Tipps fürs Tanzen aus dem Crashkurs

Allzweckwaffe Disco Fox eignet sich für die meisten Titel. Von Schlager, über Rock und Pop bis hin zu einigen Latino-Rhythmen.

Schunkeln Beim walzertypischen Dreivierteltakt kann man zur Not mit dem Pendel- oder Schunkelschritt schon etwas tanzen. Metallicas Hard-Rock-Hymne „Nothing Else Matters“ ist übrigens im Dreiviereltakt geschrieben, also Walzer-tanzbar.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel