Kirche Dietenheimer Ministranten auf Wallfahrt zum Papst

Ein Teil der Rom-Wallfahrer aus Dietenheim.
Ein Teil der Rom-Wallfahrer aus Dietenheim. © Foto: privat
Dietenheim/Rom / Vanessa Arslan 14.08.2018

Eine unvergessliche Reise liegt hinter zwölf Ministranten der Seelsorgeeinheit Dietenheim-Illerrieden. Zusammen mit Pastoralreferent Hort Köstner sind die Messdiener Ende Juli zur Papstaudienz nach Rom gereist. Die Gruppe besichtigte Sehenswürdigkeiten der italienischen Hauptstadt und traf viele weitere Messdiener aus ganz Deutschland.

Mit einem Reisebus ging es binnen 15 Stunden in die Vatikanstadt. Insgesamt sechs Busse beförderten gut 6000 Ministranten allein aus der Diozöse Rottenburg-Stuttgart nach Italien, wozu auch die Seelsorgeeinheit Dietenheim-Illerrieden zählt. Schon am ersten Tag war volles Programm für die Jugendlichen aus dem Illertal angesagt. Zur Kirche „Sankt Paul vor den Mauern“, eine der Papstbasilisken, ging es. Dort hielt Weihbischof Thomas Maria Renz den diözesanen Eröffnungsgottesdienst. „Die Predigt war für die Jugendlichen wirklich ansprechend, sie konnten viel für sich mitnehmen“, schildert Andrea Fuchs ihre Eindrücke. Die Dorndorferin war heuer zum ersten Mal als Betreuerin für drei Ministranten mit Behinderung in Rom dabei. Pastoralreferent Köstner hingegen ist schon ein alter Hase, was die Romwallfahrten anbelangt und entpuppte sich als versierter Stadtführer. Aber auch die „Minis“ hatten sich auf ihre große Fahrt vorbereitet: Jeder hielt einen kurzen Vortrag zu einem Denkmal. Am Dienstag dann der lang ersehnte Moment: Auf dem Petersplatz gab es eine Audienz mit Papst Franziskus für 60 000 Ministranten, davon 50 000 aus Deutschland – und die Dietenheimer und Illerrieder mitten drin. In einem weißen, offenen Wagen wurde der Pontifex durch die Menge gefahren.

Trotz aller Aufregung und Freude, den Heiligen Vater zu sehen, waren einige der Jugendlichen von der Predigt enttäuscht. Der Papst habe die Messdiener der zwölften internationalen Wallfahrt nur auf Italienisch und Englisch angesprochen. „Das war für die Jugendlichen teils schwer zu verstehen“,sagt Fuchs. Für Antonietta Ganser allerdings kein Problem: „Meine Schwester und ich sprechen mittelgut Italienisch, da konnten wir auch einiges für die anderen übersetzen.“ Die 18-Jährige ist begeistert von ihrer ersten Romwallfahrt. „Es war genauso, wie ich es mir vorgestellt habe“, schwärmt die Dietenheimerin von der Reise. Auch das Thema der Audienz sprach die „Minis“ an: „Suche Frieden und jage ihm nach“. Dieser Frieden könne auch schon im Kleinen beginnen, rief der Papst den Besuchern zu: im respektvollen und friedvollen Umgang miteinander.

Nach dem Treffen mit dem Papst erkundete die Gruppe die faszinierende Weltstadt für drei weitere Tage. Die Katakomben sowie die vatikanische Gärten standen auf dem Plan. Zum Abschluss der Fahrt gab es am Freitag noch einen Gottesdienst mit Bischof Gebhard Fürst. Eine rundum gelungene Reise also, auch für die Romkenner. „Es ist immer wieder schön in der italienischen Hauptstadt und man entdeckt jedesmal etwas Neues“, resümiert Köstner die Fahrt.

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