Dietenheim / Johannes Braun  Uhr
Für die Umstellung beauftragt die Stadt ein externes Büro zur Bewertung des Vermögens.

Der Dietenheimer Gemeinderat hat die Bewertung des städtischen Vermögens an ein externes Büro vergeben. Dieser Beschluss fiel ebenso einstimmig aus wie die Vergabe dieser Arbeiten an das Büro Rödl & Partner zu einem Preis von 49.385 Euro. Enthalten sind fünf Arbeitspakete: Bewegliches Anlagevermögen, Gebäude, Grund und Boden, Infrastrukturvermögen sowie die Begleitung und Erstellung der Eröffnungsbilanz.Nachdem das kommunale Haushalts- und Rechnungswesen von der kameralen Haushaltsführung aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben auf die so genannte Doppik umgestellt werden muss, sind auch die Gemeinden zum Handeln gezwungen.

Davon unterrichtete Dietenheims Kämmerer Alfred Stoerk die Gemeinderäte. Bis zum Jahr 2020 müsse das Rechnungswesen umgestellt sein. Im Zuge der Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik müsse eine Erfassung und eine Bewertung des kompletten Vermögens der Stadt durchgeführt werden. Dies sei unabdingbar, um eine Eröffnungsbilanz erstellen zu können.

Nun stand zur Debatte, ob diese Arbeiten intern oder extern erledigt werden. So holte Stoerk Informationen aus Gemeinden, die derzeit in der Umstellungsphase sind. „Von deren Erfahrungen bei der Umstellung wollten wir natürlich profitieren“, sagte Stoerk. Langenau, Blaubeuren, Blaustein oder Dornstadt hatten die Arbeiten an externe Büros vergeben; Illerkirchberg oder Allmendingen lösten es intern, stellten dafür aber zusätzliches Personal ein.

Die Verwaltung schlug nach interner Diskussion den Räten nun vor, dass die Vermögensbewertung an ein externes Büro vergeben werden sollen. Die Gründe dafür seien vielfältig: Die Vermögensbewertung sei zeitlich und inhaltlich so aufwendig, dass sie ohne zusätzliches Personal nicht durchgeführt werden könne; es sei spezielles Wissen erforderlich, wofür erst einmal geeignete Mitarbeiter gefunden werden müssten; die Angebotspreise der angefragten Büros seien unter den Kosten für einen zusätzlichen Mitarbeiter gewesen; und schließlich verfügten externe Büros über die Expertise für die Vermögensberatung von Kommunen. Der Dietenheimer Gemeinderat folgte diesen Argumenten einstimmig.