Unterhaltung Die Nacht der Schlager

Conny und  die Sonntagsfahrer begeisterten das Publikum.
Conny und  die Sonntagsfahrer begeisterten das Publikum. © Foto: mp
mp 02.11.2018

Ein Muss für alle Schlagerliebhaber: „Conny und die Sonntagsfahrer“ boten kurzweilige Unterhaltung mit Schlagern aus den 50er und 60er Jahren. Rund 200 Besucher ließen sich am Samstagabend in der Stadthalle Blaubeuren in frühere Zeiten entführen. Nostalgische Gefühle inklusive.

Viele der Besucher kannten diese Musik noch aus eigenem Erleben. Ganze Strophen wurden da textsicher mitgesungen, es wurde geschunkelt, geklatscht und die ein oder andere wagte dann doch auch ein Tänzchen. Stilecht mit Petticoat und schwingenden Röcken und Hüften. Die Show mit den Musikern Andrea Graf (Gesang), Rainer Heindl (Gitarre, Gesang), Thomas Stoiber (Akkordeon) und Steffen Zünkeler (Bass) war eingebettet in eine humorvolle Geschichte. Der Berliner Freddy, mit eben solcher Schnauze, lebt in der Gegenwart und trifft das Trio Conny, Peter und Alexander, die in den 50er Jahren unterwegs sind. Die vier machen sich auf nach Italien, dem damaligen Land der Verheißung mit Meer und Sand, Pizza und Spagetti.

Nette Verwechslungen

Es gibt nette Verwechslungen. Das Trio lacht sich schief, wenn Freddy sein Handy als Telefon bezeichnet. „Ein Telefon ohne Schnur, unmöglich.“ Viel hat sich getan in den letzten 60 Jahren und was heute normal ist, war damals noch undenkbar. Immer wieder sind in die Story die populären Schlager eingestreut. „Zwei kleine Italiener“, „Mandoline und Mondschein“, „Die Gitarre und das Meer“, „Sugar Baby“ oder „Ganz Paris träumt von der Liebe“ um nur einige der bekannten Nummern zu nennen.

Die Texte oft harmlos und banal, gedacht als reine Unterhaltung. Die eingängigen Melodien verfehlten ihre Wirkung nicht, lauthals wurde mitgesungen, nicht nur von den älteren Jahrgängen, auch jüngere Leute stehen auf diese Musik. Etwa Cornelia Herter, die mit ihrer Tochter Ramona Rink eigens bis von Hayingen gekommen war. Die beiden Damen vergnügten sich bei der Musik als Tänzerinnen im hinteren Teil des Saals. Ganz in die Mode der damaligen Zeit gekleidet, was sehr schmuck aussah. „Ich kenne die Musik von meinen Eltern aus dem Radio. Es ist einfach eine tolle Tanzmusik und ich tanze gerne. Da hält es mich einfach nicht auf dem Stuhl“, meinte die 48jährige Cornelia Herter. „Ich kenn die ganzen Lieder und Texte auswendig“. Die 27jährige Tochter Ramona bekannte: „Die Musik und die Mode damals waren einfach toll! Das ist doch mal was anders hier.“

Schauspielerische Qualität

„Ich will keine Schokolade“, „Ba bene“ oder „Spiel noch einmal für mich Habanero“, die Künstler auf der Bühne überzeugten nicht nur mit ihrer Musik, sie zeigten auch schauspielerische Qualitäten. „Das erinnert mich an meine Teenager-Zeit“, sagte Luzia Walloner aus Schelklingen. „Ich und mein Mann waren super Rock´n Roll Tänzer. Das versetzt mich zurück in meine Jugend und ich finde es wunderschön.“ Mit dieser Meinung war die 71-Jährige nicht alleine. Riesiger Applaus vom dankbaren Publikum für eine Zeitreise in die Jugend.

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