Heroldstatt Die halbe Miete ist schon in der Gemeindekasse

Der Umbau der Grundschule in Heroldstatt ist für 2019 geplant.
Der Umbau der Grundschule in Heroldstatt ist für 2019 geplant. © Foto: kü
Heroldstatt / Jürgen Kühnemund 25.07.2018

Manchmal ist es nicht schlecht, wenn man arm ist. Diese Worte klingen aus dem Munde eines Kämmerers erstaunlich. Dennoch sind sie so vom Heroldstatter Hüter der Finanzen, Werner Zimmermann, am Montagabend im Gemeinderat gesagt worden. Und Zimmermann lächelte dazu, schließlich beschert diese „Armut“ der Gemeinde aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes des Bundes 395 000 Euro zur Verbesserung der Schulinfrastruktur. Nimmt man die Investitionshilfe aus dem Ausgleichstock, über 200 000 Euro hinzu, die Heroldstatt bereits im letzten Jahr genehmigt worden war, dann hat man schon die halbe Miete für die Generalsanierung  der Grundschule, die im nächsten Jahr umgesetzt werden soll, in der Tasche. Kostenpunkt 1,2 Millionen Euro.

Die Entwurfsplanung für diese Sanierung war Thema im Gemeinderat am Montagabend, schließlich will man bereits „im Herbst loslegen“, sagte Bürgermeister Stellvertreter Rudolf Weberruß. Der Kämmerer ging anschließend mit dem Gemeinderat Stock um Stock des Schulgebäudes durch. Anzahl und Größe der Schulräume entsprechen dem Flächenbedarf für eine Grundschule. Durch den Wegfall der Werkrealschule können die bisher für die Klassen 8 und 9 sowie für die Fachräume benötigten Schulflächen der Grundschule zugeordnet werden.  Bei der Ausbauplanung geht man von einer 2-zügigen Grundschule aus. Das Gebäude Adolf-Dietz-Straße 25 soll nach der Integration der Betreuung in das Schulgebäude als Lager oder Lehrmittelraum genutzt werden.

Mit der Verlegung der Abwasserleitung entlang des Gebäudes konnte nicht nur das Problem mit dem Abwasserkanal gelöst werden, es wurden bereits die Voraussetzungen für die neuen barrierefreien Zugänge für die Aula und den neuen Personalaufzug geschaffen. Die Räume der Schulküche sollen als Fachräume für die Betreuung ausgewiesen werden, sodass ein Bereich für Aula/Mensa entsteht, der für vielfältige Aufgaben und Veranstaltungen der Schule genutzt werden kann.

Für Gemeinderat Dietmar Frenzel standen nach den Ausführungen „noch dicke Fragezeichen hinter den Fachräumen und der Schulküche“. Doch Bürgermeister Stellvertreter Rudolf Weberruß beruhigte: „Es ist noch nichts in Stein gemeißelt“, das aktuelle Planwerk diene nur dazu die Anträge stellen zu können.

Die wesentlichen Inhalte der Sanierung sollen im Rahmen eines Ortstermins des Gemeinderats im September behandelt werden. Und da werden dann freilich auch Vertreter der Schule mit von der Partie sein, so Weberruß abschließend.

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