Versammlung Diakonie: Haushaltshilfen stark nachgefragt

Georg Auweder, Rebekka Herminghaus, Pia Schramm-Danyluk und Petra Frey berichteten über ihre Arbeit.
Georg Auweder, Rebekka Herminghaus, Pia Schramm-Danyluk und Petra Frey berichteten über ihre Arbeit. © Foto: Hinzpeter
Langenau / Barbara Hinzpeter 10.11.2018

„Wir haben alle Stellen besetzt, und das ist heute nicht selbstverständlich“, sagte Pia Schramm-Danyluk in der Mitgliederversammlung des Langenauer Fördervereins der Diakoniestation. Deren Leiterin ist sie seit Mai. Sehr gut ausgelastet seien die 14 Plätze der Tagespflege, weitere Interessenten stünden auf der Warteliste. Das Einzugsgebiet des ambulanten Dienstes ist groß: Die etwa 40 Mitarbeiterinnen sind im gesamten Bereich des Verwaltungsverbands und bis Beimerstetten unterwegs, um Menschen zu Hause zu versorgen – auch wenn sie entlegen wohnen, betonte Pfarrerin Petra Frey, Geschäftsführerin Diakonieverbands Ulm/Alb-Donau.

Dass der Dienst momentan nicht unter Fachkräftemangel leide, sei auch darauf zurückzuführen, „dass wir nach Tarif bezahlen“. Dennoch stößt die Diakoniestation an Grenzen. Denn „stark explodiert“ sei die Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Hilfen, berichtete Pia Schramm-Danyluk. Schon lange „schwelt das Thema Nachbarschaftshilfe in Langenau“, sagte Georg Auweder vom Mehrgenerationenhaus. Ein Arbeitskreis erarbeite derzeit die Konzeption. Als Träger werde voraussichtlich ein Verein gegründet. Entscheidend seien Zuverlässigkeit und Kontinuität sowie die Anerkennung als Anbieter von Unterstützung im Alltag. „Nötig ist eine starke Beteiligung der Bürger“, betonte Auweder, der seine Rolle als Moderator sieht bis zur Gründung der Nachbarschaftshilfe.

Vielfältige Aufgaben

Einen Zeitpunkt dafür konnte er nicht nennen. Fördervereins-Vorsitzende Pfarrerin Rebekka Herminghaus und Petra Frey machten auf die vielfältigen Aufgaben der Diakonie in Langenau aufmerksam. Neben der Pflege gehören etwa der Secondhand-Laden dazu sowie die Sozialberatung im Mehrgenerationenhaus. Im vergangenen Jahr hatte der Verein 444 Mitglieder. Sie unterstützten mit ihrem Beitrag die Diakonie vor Ort „und stärken uns den Rücken“, sagte Petra Frey. Im Amt bestätigt wurde der Vorstand, dem Rebekka Herminghaus, Regina Mittnacht und Theodor Nusser angehören.

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