Altheim/Alb / AMREI GROSS  Uhr
Begeisterte Radsportler hält das Wetter nicht ab: Der Rad-Sport-Club Altheim verzeichnete bei seiner traditionellen Tour fast 400 Starts.

Unwetterartige Regenfälle, Gewitter, Hagel: Die Wettervorhersagen für die 27. Tour "Rund um Altheim/Alb" des Rad-Sport-Clubs (RSC) Altheim waren beileibe nicht die besten. Dennoch zog der Verein die Veranstaltung durch. "Einen Plan B gibt es nicht", sagte der RSC-Vorsitzende Jürgen Ehret. Tatsächlich wagten sich etliche unerschrockene Freunde des Radsports bereits zu früher Stunde an den Start. "Wir probieren es halt", sagte Ralf Peichl aus Oggenhausen, der am Sonntag kurz nach sechs Uhr mit einigen Sportkameraden zum 208 Kilometer langen Radmarathon aufbrach. Vor einem Schauer oder einem kurzen Gewitter hatten weder er noch seine Begleiter Angst: Das dient einerseits der Kühlung, und andererseits haben sie das schon öfter erlebt. Einen begeisterten Radsportler hält das Wetter eben nicht davon ab, seinem Hobby zu frönen.

Ähnlich sahen das Matthias Eisele und Thomas Raab aus Wisgoldingen bei Schwäbisch Gmünd, die sich für die 152 Kilometer lange Tour 1 entschieden hatten. Sie hofften einfach, dass das Wetter hält. Und wenn nicht, dann hatten sie j das passende Regenzeug dabei. So wie bei Sigrun und Martin Albrecht. "Solange die Straßen nicht glatt werden, sind wir dabei", befand der Stuttgarter. Die beiden hatten am Sonntag eine besondere Aufgabe: Sie waren als Kontrollfahrer für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am Start. "Wir achten darauf, ob alle Auflagen erfüllt werden, wie die Streckenführung ist und wie gut die Touren ausgeschildert sind", beschreibt Sigrun Albrecht ihren Auftrag. Im Anschluss melden sie ihre Beobachtungen an den BDR und geben dem veranstaltenden Verein ein Feedback. Um einen Überblick zu erhalten, nahmen die Bewerter ebenfalls an Tour 1 teil. Neben den langen und höhenmeterreichen Strecken für Profis bot der Rad-Sport-Club wie gewohnt auch kürzere Touren für Freizeitsportler an. Für Familien gab es außerdem eine kindgerechte Route durch das Lonetal. Bereits zum zweiten Mal lud der Verein im Rahmen der Veranstaltung zu einer Retro-Tour auf Fahrrädern und in Bekleidung von damals ein; vier Radler wagten den Start mit historischem Gerät und Kleid.

Petrus meinte es gut mit den Altheimern. Allen Vorhersagen zum Trotz blieben Unwetter tagsüber aus; alle Fahrer erreichten heil und weitgehend trockenen Rades ihr Ziel. Mit 384 Starts und knapp 41.000 zurückgelegten Kilometern blieben die Zahlen allerdings hinter den Spitzenergebnissen der Vorjahre (fast 800 Radler und über 80.000 Kilometer) zurück. Dennoch zeigte sich Ehret mit der Veranstaltung zufrieden. Erst recht deshalb, da er von Seiten der BDR-Kontrollfahrer ein dickes Lob in Empfang nehmen konnte. "Die Tour rund um Altheim ist top", sagt Sigrun Albrecht zusammen. Sie sei "eine der besten Radrundfahrten, die wir kennen - und wir kennen sehr, sehr viele". Die landschaftlich besonders reizvolle Streckenführung, die konsequente Wahl verkehrsarmer Trassen, die hervorragende Beschilderung der Touren und die vielseitige Verpflegung machten die Veranstaltung "absolut weiterempfehlenswert". Der Rad-Sport-Club Altheim erreichte in allen Kategorien die Höchstpunktzahl "sehr gut".

Ausgezeichnete Gruppen

Gruppen Jedes Jahr zeichnet der Rad-Sport-Club Altheim die drei stärksten Gruppen, die stärkste Altheimer Gruppe sowie die ältesten Teilnehmer aus. Die Ergebnisse in diesem Jahr lauten wie folgt: Stärkste Gruppen: Fahrradland Langenau, 26 Teilnehmer, 3032 Kilometer; Diakonie Fund Racing Team, 12 Teilnehmer, 1927 Kilometer; "Wilde Hunde Aalen", 5 Teilnehmer, 728 Kilometer.

Stärkste Altheimer Gruppe: "Flotte Bienchen", 7 Teilnehmer, 615 Kilometer

Die ältesten Teilnehmer bei der Veranstaltung: Margit und Helmut Bracher, Altheim.