Hausen Der vergessene Stadtteil Hausen - Bürger sind unzufrieden

Fußwege, die einfach aufhören, wie hier in der Von-Halle-Straße, ärgern die Hausener. Foto: Volkmar Könneke
Fußwege, die einfach aufhören, wie hier in der Von-Halle-Straße, ärgern die Hausener. Foto: Volkmar Könneke
Hausen / EDWIN RUSCHITZKA 27.02.2012
Ist Hausen der von Neu-Ulm vergessene Stadtteil? Dieser Meinung sind jedenfalls die Bürger des Dorfs. Und sie haben das dem OB auch geschrieben.

Sie sind von Haustüre zu Haustüre gegangen, was im kleinen Hausen aber kein allzu großer Aufwand ist. Und sie haben Unterschriften gesammelt. Immerhin haben von 192 Haushalten dann auch 159 unterschrieben. Die 20 Unterschriftenlisten hat Schiele dann ins Rathaus geschickt. Im zweitkleinsten Neu-Ulmer Stadtteil, so hat er an den OB geschrieben, seien die Sorge dennoch groß. "Unser Anliegen ist, dass wir nicht vergessen werden, was in den letzten Jahren leider passiert ist."

Dann zählt Schiele auf, was den Hausenern stinkt: Die Straßen seien zuweilen in einem denkbar schlechten Zustand. Genannt wird die Von-Halle-Straße. Fußgänger und Radler hätten es im ganzen Ort gleich doppelt schwer, sie müssten sich mit den Autos die Straße teilen, wie in der Aufheimer Straße. Und wenn es Fußgänger- und Radlerwege gibt, dann hören sie, wie in der Weiherstraße, irgendwann mitten in der Kurve einfach auf, und das berge erhebliche Gefahren in sich. Im Ort werde Tempo 30 nicht eingehalten, und außerhalb Hausens, beispielsweise auf der Kreisstraße nach Gerlenhofen, seien viele mit mehr als 100 Kilometer pro Stunde unterwegs. Und so fordern die Hausener dort eine Tempobegrenzung auf 70 Kilometer pro Stunde.

Mitte Februar hat OB Gerold Noerenberg nach einem Gespräch mit Schiele gleich im September den Hausenern offiziell zurückgeschrieben. Für Investitionen wie in der Aufheimer Straße stünden keine Haushaltsmittel bereit. Dann müsse geprüft werden, ob Verbesserungen nicht gleichzeitig auch Anliegerbeiträge nach sich ziehen würden. Und für Tempoüberschreitungen sei nicht die Stadt, sondern die Polizei zuständig. Und dort fehle Personal. Mit der Antwort sind die Hausener jedenfalls alles andere als zufrieden. Ein Lichtblick ist für sie allenfalls das Gesprächsangebot des OB: Er will sich am Freitag, 2. März, um 18 Uhr mit den Bürgern im Gerätehaus treffen.